Zwischen Nördlingen und Donauwörth wird es bis Ende August zu erheblichen Einschränkungen im Bahnverkehr kommen. Wie die Deutsche Bahn mitteilte, fallen auf dieser Strecke sämtliche Züge aus. Betroffen sind sowohl der Personen- als auch der Güterverkehr. Als Ersatz werden Busse eingesetzt, die jedoch deutlich längere Fahrzeiten haben.
Bauarbeiten dauern bis Ende August
Die Strecke zwischen den beiden bayerischen Städten wird ab Mitte Juli grundlegend saniert. Die Arbeiten umfassen neben dem Gleisbett auch Oberleitungen und Signalanlagen. Insgesamt investiert die Bahn einen zweistelligen Millionenbetrag in die Modernisierung. Die Bauarbeiten sollen planmäßig bis zum 28. August abgeschlossen sein.
Für Reisende bedeutet das: Statt der gewohnten Zugfahrt von rund 20 Minuten müssen sie nun mit Bussen rechnen. Die Busse fahren ab Nördlingen und Donauwörth jeweils stündlich. Allerdings verlängert sich die Fahrzeit auf etwa 40 Minuten. Zudem ist ein Umstieg in den Bussen nicht möglich, sodass Reisende mit Gepäck oder Kinderwagen improvisieren müssen.
Bahnersatzverkehr eingerichtet
Die Bahn hat einen Schienenersatzverkehr eingerichtet. Die Busse halten an allen Unterwegsbahnhöfen, darunter auch in Möttingen und Hoppingen. Fahrgäste werden gebeten, die ausgehängten Fahrpläne zu beachten und sich vorab zu informieren. In den Bussen gelten die normalen Tarife der Bahn.
Die Bauarbeiten sind Teil des Projekts "Bahnzukunft Bayern", mit dem die Bahn ihr Streckennetz im Freistaat modernisiert. Nach Angaben der Bahn sollen die Arbeiten pünktlich abgeschlossen werden, um den Fahrplanwechsel im Dezember nutzen zu können. Die Strecke Nördlingen–Donauwörth ist eine wichtige Verbindung zwischen dem Ries und dem Donauries.
Reisende müssen sich auf längere Fahrzeiten einstellen
Für Pendler und Reisende bedeutet das eine deutliche Umstellung. Wer täglich zwischen den Städten pendelt, muss zusätzliche Zeit einplanen. Auch für Touristen, die die Region besuchen, ist die Umstellung spürbar. Die Bahn empfiehlt, auf alternative Verbindungen über Augsburg oder Ulm auszuweichen, falls die Fahrzeiten zu lang werden.
Die Bauarbeiten stoßen nicht überall auf Verständnis. Einige Anwohner beklagen den Lärm und die Staubentwicklung. Die Bahn verweist jedoch auf die Notwendigkeit der Sanierung. Die Strecke sei in einem schlechten Zustand und müsse dringend erneuert werden, so ein Sprecher.
Gerd Müller fordert bessere Kommunikation
Der Bundestagsabgeordnete Gerd Müller (CSU) hat die Bahn aufgefordert, die Kommunikation zu verbessern. Er kritisierte, dass viele Reisende erst kurzfristig informiert wurden. "Die Menschen müssen frühzeitig wissen, was auf sie zukommt", sagte Müller. Er forderte zudem, dass die Bahn zusätzliche Busse bereitstellt, um die Kapazitäten zu erhöhen.
Die Bahn kündigte an, die Informationen zu verbessern und die Fahrgäste über die App und die Website zu informieren. Zudem sollen an den Bahnhöfen Aushänge aktualisiert werden. Ob die Bauarbeiten wie geplant abgeschlossen werden können, bleibt abzuwarten.



