Auf der Bundesstraße 115 bei Weißkeißel im Landkreis Görlitz hat sich am Montagmorgen ein schwerer Verkehrsunfall ereignet: Ein Lastwagen kippte in einer Kurve um und verteilte seine geladene Erde großflächig auf der Fahrbahn. Der 66-jährige Fahrer erlitt leichte Verletzungen und wurde in ein Krankenhaus gebracht. Die Polizei bezifferte den entstandenen Sachschaden auf etwa 25.000 Euro.
Reifenplatzer als Auslöser
Wie die Polizei mitteilte, war der hintere linke Reifen des Lkw in der Kurve geplatzt. Das Fahrzeug geriet daraufhin ins Kippen und stürzte auf die Seite. Die geladene Erde ergoss sich über die Straße und blockierte zunächst mehrere Fahrstreifen. Die B115 musste bis zum Montagabend teilweise voll gesperrt werden, was zu erheblichen Verkehrsbehinderungen führte.
Der Fahrer wurde nach ersten Erkenntnissen nur leicht verletzt, kam aber vorsorglich in ein Krankenhaus zur Untersuchung. Die Bergungsarbeiten dauerten mehrere Stunden, da sowohl der umgekippte Lkw als auch die verstreute Erde von der Fahrbahn entfernt werden mussten. Spezialkräfte waren im Einsatz, um die Straße zu reinigen und den Verkehr wieder fließen zu lassen.
Folgen für den Verkehr
Die Sperrung der B115 betraf den Abschnitt zwischen Weißkeißel und dem Abzweig in Richtung Boxberg. Autofahrer wurden gebeten, den Bereich weiträumig zu umfahren. Ortskundige wichen auf Nebenstraßen aus, was zu zusätzlichem Verkehr in den umliegenden Dörfern führte. Die Polizei war mit mehreren Streifenwagen vor Ort, um den Verkehr umzuleiten und die Unfallstelle abzusichern.
Erst am späten Montagabend konnte die Fahrbahn wieder vollständig freigegeben werden. Die Reinigungsarbeiten hatten sich als aufwendig erwiesen, da die Erde nicht nur die Fahrbahn, sondern auch den Grünstreifen verschmutzt hatte. Ein Sachverständiger wurde hinzugezogen, um die genaue Unfallursache zu ermitteln. Erste Hinweise deuten auf einen technischen Defekt am Reifen hin, der den Unfall auslöste.
Häufige Reifenpannen bei Lkw
Reifenplatzer bei Lastwagen sind keine Seltenheit und können schwerwiegende Folgen haben. Bereits im Juli hatte sich auf der A9 in Bayern ein ähnlicher Vorfall ereignet, bei dem ein Lkw-Reifen platzte und einen Unfall mit 14 Fahrzeugen auslöste. Die Polizei rät deshalb zu regelmäßigen Kontrollen des Reifendrucks und der Profiltiefe, insbesondere bei schweren Fahrzeugen.
Die B115 ist eine wichtige Verbindungsstraße in der Oberlausitz, die unter anderem den Raum Weißkeißel mit dem Autobahnnetz verbindet. Durch den Unfall kam es zu erheblichen Verzögerungen im Berufsverkehr. Pendler mussten Geduld mitbringen, viele erreichten ihr Ziel erst mit deutlicher Verspätung.
Ermittlungen laufen
Die Polizei hat die Ermittlungen zur Unfallursache aufgenommen. Neben dem Reifenplatzer wird auch geprüft, ob die Ladung ordnungsgemäß gesichert war. Nach Angaben der Beamten war die Erde in einem Kipper transportiert worden, der bei dem Aufprall auf die Seite kippte. Die Bergung des Fahrzeugs gestaltete sich schwierig, da der Lkw auf weichem Untergrund stand.
Der Gesamtschaden wird auf rund 25.000 Euro geschätzt, wobei der Großteil auf den Lkw selbst entfällt. Die Straßenmeisterei war im Einsatz, um die Fahrbahn zu reinigen und eventuelle Schäden am Belag zu beheben. Ob die B115 langfristig instand gesetzt werden muss, wird derzeit geprüft.
Zeugen gesucht
Die Polizei sucht Zeugen, die den Unfall beobachtet haben. Insbesondere Verkehrsteilnehmer, die den Lkw vor dem Unfall gesehen haben, werden gebeten, sich zu melden. Hinweise nimmt die Polizeidirektion Görlitz unter der Telefonnummer 03581 467-0 entgegen.
Der Vorfall zeigt erneut, wie schnell technische Defekte zu schweren Unfällen führen können. Die Behörden appellieren an alle Lkw-Fahrer, ihre Fahrzeuge regelmäßig zu warten und auf Warnsignale zu achten. Ein geplatzter Reifen kann nicht nur den eigenen Unfall verursachen, sondern auch andere Verkehrsteilnehmer gefährden.



