Eurofighter aus Neuburg trainieren mit 20 Nationen in Australien
Neuburger Eurofighter trainieren in Australien mit 20 Nationen

Sechs Eurofighter des Taktischen Luftwaffengeschwaders 74 aus Neuburg an der Donau sind derzeit in Australien im Einsatz. Sie nehmen an der multinationalen Luftwaffenübung „Pitch Black“ teil, die vom 24. Juli bis 15. August 2025 stattfindet. Insgesamt trainieren dort mehr als 20 Nationen mit über 140 Flugzeugen gemeinsam. Die Übung gilt als eine der größten Luftwaffenmanöver der südlichen Hemisphäre und findet alle zwei Jahre statt.

Verlegung über 15.000 Kilometer

Die Verlegung der Eurofighter nach Australien war eine logistische Herausforderung. Die Strecke von Neuburg bis zur RAAF Base Darwin beträgt rund 15.000 Kilometer. Unterstützt wurde der Flug durch Tankflugzeuge des Typs Airbus A400M und A330 MRTT. Die deutschen Jets starteten Mitte Juli und legten mehrere Zwischenstopps ein, unter anderem in Katar und Singapur. Die Piloten und das technische Personal des Geschwaders sind für die Dauer der Übung in Darwin stationiert.

Die Übung „Pitch Black“ wird von der Royal Australian Air Force (RAAF) ausgerichtet und dient der Ausbildung in komplexen Luftkriegsszenarien. Im Fokus stehen Luftkampf, Luftbetankung, Luftnahunterstützung und die Zusammenarbeit multinationaler Verbände. Für die deutschen Luftwaffenangehörigen ist die Teilnahme eine Gelegenheit, ihre Fähigkeiten im internationalen Umfeld zu erproben und von den Erfahrungen anderer Luftwaffen zu profitieren.

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Gemeinsame Ausbildung mit Partnern

Neben Deutschland nehmen unter anderem auch die USA, Frankreich, Großbritannien, Japan, Südkorea, Indien und mehrere südostasiatische Staaten teil. Erstmals sind auch die Philippinen mit dabei. Die Übung bietet die Möglichkeit, gemeinsame Verfahren zu trainieren und die Interoperabilität zu stärken. „Die Teilnahme an Pitch Black ist ein wichtiger Baustein für die Einsatzbereitschaft unserer Luftwaffe. Wir trainieren hier mit Partnern, mit denen wir auch im Ernstfall zusammenarbeiten würden“, erklärt Oberstleutnant Michael Kraus, Kommandeur des Geschwaders.

Die deutschen Eurofighter fliegen während der Übung sowohl offensive als auch defensive Missionen. Dazu gehören Luftraumsicherung, Begleitschutz für Bomber und Aufklärungsflüge. Die Piloten müssen sich auf die besonderen Bedingungen in Nordaustralien einstellen: hohe Temperaturen, große Entfernungen und eine dünne Besiedlung erfordern eine präzise Planung. Die logistische Unterstützung erfolgt durch ein deutsches Einsatzteam, das in Darwin eine vorgeschobene Basis eingerichtet hat.

Rückkehr im August geplant

Die Übung endet am 15. August 2025. Anschließend werden die Eurofighter wieder nach Neuburg zurückverlegt. Die Rückreise ist ebenfalls mit Tankstopps geplant. Die Luftwaffe betont, dass die Teilnahme an der Übung keine Verlegung von Kampfflugzeugen in die Region darstellt, sondern rein der Ausbildung dient. Deutschland hat in den letzten Jahren mehrfach an multinationalen Übungen im asiatisch-pazifischen Raum teilgenommen, um die sicherheitspolitische Zusammenarbeit zu vertiefen.

Das Taktische Luftwaffengeschwader 74 ist eines von drei Eurofighter-Geschwadern der Luftwaffe. Es ist in Neuburg an der Donau stationiert und trägt den Beinamen „Mölders“. Die Einheit ist für die Luftverteidigung und die Durchsetzung von Luftoperationen zuständig. Mit der Teilnahme an „Pitch Black“ leistet das Geschwader einen Beitrag zur internationalen Sicherheitskooperation.

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