Tödlicher Wildunfall bei Casekow: Motorradfahrer gegen Baum
Tödlicher Wildunfall bei Casekow: Kradfahrer stirbt

Ein 45-jähriger Motorradfahrer ist bei einem Wildunfall nahe Casekow im Landkreis Uckermark tödlich verunglückt. Der Mann war auf einer Kreisstraße unterwegs, als er mit einem Reh zusammenstieß. Nach Angaben der Polizei verlor er anschließend die Kontrolle über sein Fahrzeug und prallte gegen einen Straßenbaum. Der Kradfahrer erlag noch an der Unfallstelle seinen schweren Verletzungen.

„Anhand der Spurenlage ist davon auszugehen, dass er den Rehbock noch einige Meter mitgeschliffen hat, dieser sich dann von der Maschine löste und am Fahrbahnrand liegen blieb“, sagte ein Sprecher der Polizei.

Unfallhergang: Zusammenstoß mit Rehbock

Nach den bisherigen Erkenntnissen war der 45-Jährige am Vormittag auf der Kreisstraße unterwegs. Plötzlich wechselte ein Rehbock über die Fahrbahn. Der Motorradfahrer bemerkte das Tier offenbar zu spät. Es kam zur Kollision. Der Zusammenstoß war so heftig, dass das Tier noch mehrere Meter mitgeschleift wurde, bevor es sich von der Maschine löste und am Fahrbahnrand liegen blieb.

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Durch den Aufprall verlor der Kradfahrer die Herrschaft über sein Motorrad. Er kam von der Fahrbahn ab und prallte frontal gegen einen Straßenbaum. Trotz sofort eingeleiteter Rettungsmaßnahmen konnte der Rettungsdienst nur noch den Tod des Mannes feststellen. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen und sicherte am Unfallort Spuren.

Wildunfälle in Brandenburg

Wildunfälle sind in Brandenburg ein häufiges Problem. Besonders in den Morgen- und Abendstunden, aber auch während der Dämmerung, sind Rehe und andere Wildtiere auf Straßen unterwegs. Für Motorradfahrer stellen solche Kollisionen eine besonders große Gefahr dar, da sie im Vergleich zu Autoinsassen ungeschützt sind.

Laut Polizei kommt es in der Uckermark immer wieder zu schweren Unfällen mit Wildtieren. Experten raten, in Waldgebieten besonders aufmerksam zu fahren und die Geschwindigkeit zu reduzieren. Ein Wildwechsel kann plötzlich auftreten – eine defensive Fahrweise kann Leben retten.

Was bei einem Wildunfall zu tun ist

Bei einem Zusammenstoß mit Wild gilt es, einen kühlen Kopf zu bewahren. Zunächst sollte die Unfallstelle abgesichert werden, um Folgeunfälle zu vermeiden. Danach ist die Polizei zu verständigen, die auch den zuständigen Jäger informiert. Verletzte Tiere darf man nicht selbst anfassen oder versuchen zu versorgen. Die Unfallstelle sollte man genau beschreiben, damit das Wild aufgefunden werden kann.

Für Motorradfahrer gibt es eine besondere Empfehlung: Auf Sicht fahren und riskante Ausweichmanöver vermeiden, da das Motorrad bei einer Vollbremsung oder einer plötzlichen Lenkbewegung leicht ins Schlingern geraten kann. Ein direkter Zusammenstoß mit geringerer Geschwindigkeit ist oft weniger gefährlich als ein Sturz mit hoher Geschwindigkeit.

Motorradfahrer besonders gefährdet

Der tödliche Unfall bei Casekow zeigt, wie gravierend die Folgen einer Kollision mit Wildtieren für Motorradfahrer sein können. Während Autofahrer durch die Karosserie und Sicherheitsgurte geschützt sind, ist ein Kradfahrer unmittelbar der Gewalt des Aufpralls ausgesetzt. Bereits eine Kollision mit einem Reh kann schwere oder tödliche Verletzungen verursachen.

Nach Angaben des polizeilichen Sprechers war der 45-Jährige offenbar allein unterwegs. Ob weitere Umstände wie Straßenzustand oder Sichtverhältnisse zu dem Unfall beigetragen haben, wird nun geprüft. Die Ermittlungen sind noch nicht abgeschlossen.

Der Unfall ereignete sich auf einer Kreisstraße nahe Casekow. Die Polizei hat bislang keine Angaben zu möglichen Zeugen gemacht. Wer Hinweise zum Unfallhergang geben kann, wird gebeten, sich bei der zuständigen Polizeidienststelle zu melden. Bis zum Abschluss der Ermittlungen bleibt die genaue Ursache unklar.

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