Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat für Baden-Württemberg eine erneute Unwetterwarnung herausgegeben. Betroffen sind weite Teile des Südwestens. Die Warnung gilt von Donnerstagnachmittag bis in die Nacht zum Freitag. Es besteht die Gefahr von heftigen Gewittern mit Starkregen, Hagel und Sturmböen.
Erwartete Wetterphänomene
Laut DWD können in kurzer Zeit Niederschlagsmengen zwischen 25 und 40 Litern pro Quadratmeter fallen. Örtlich sind sogar bis zu 60 Liter möglich. Zudem werden Hagelkörner mit einem Durchmesser von bis zu drei Zentimetern erwartet. Die Sturmböen können Geschwindigkeiten von 100 Kilometern pro Stunde erreichen.
Die Gewitter ziehen von Westen her auf und verstärken sich im Tagesverlauf. Besonders betroffen sind der Schwarzwald, die Schwäbische Alb und das Allgäu. Aber auch in den Ballungsräumen Stuttgart und Karlsruhe müssen die Menschen mit Unwettern rechnen.
Warnstufen und betroffene Gebiete
Der DWD hat für mehrere Landkreise die zweithöchste Warnstufe (Stufe 3 von 4) ausgerufen. Das bedeutet eine markante Wetterwarnung. In einigen Regionen kann die Stufe sogar auf die höchste Stufe 4 angehoben werden, wenn sich die Lage zuspitzt.
Betroffen sind unter anderem die Landkreise Rottweil, Tuttlingen, Sigmaringen und Ravensburg. Auch im Ostalbkreis und im Landkreis Heidenheim wird vor schweren Gewittern gewarnt. Die Behörden raten, sich über die aktuelle Wetterlage zu informieren und Schutz zu suchen.
Auswirkungen auf Verkehr und Veranstaltungen
Die Unwetter können zu Behinderungen im Straßenverkehr führen. Aquaplaning und umgestürzte Bäume sind möglich. Auch die Bahn kann von Verspätungen betroffen sein. Veranstaltungen im Freien sollten aufmerksam auf die Warnungen achten und gegebenenfalls abgesagt werden.
Bereits in den vergangenen Tagen hatte es in Baden-Württemberg schwere Gewitter gegeben. In einigen Orten wurden Keller überflutet und Bäume entwurzelt. Die Feuerwehren waren im Dauereinsatz. Der Sommer bleibt damit anstrengend, wie die Meteorologen betonen.
Hintergrund: Klimawandel und Extremwetter
Wissenschaftler weisen darauf hin, dass solche Extremwetterereignisse durch den Klimawandel häufiger werden. Der Deutsche Wetterdienst verzeichnet eine Zunahme von Starkregenereignissen. Die genaue Vorhersage bleibt jedoch schwierig.
Die Behörden empfehlen, Warn-Apps wie NINA oder die DWD-Warnwetter-App zu nutzen. So bleiben Bürger stets auf dem Laufenden. Für die Nacht zum Freitag wird eine allmähliche Beruhigung erwartet, doch die Gewittergefahr bleibt bestehen.



