AfD legt in Umfrage zu: 27 Prozent, Union fällt auf 21 Prozent
AfD erreicht 27 Prozent in neuer Forsa-Umfrage

Kurz vor den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt, Berlin und Mecklenburg-Vorpommern kann die AfD in einer bundesweiten Umfrage weiter zulegen. Das aktuelle Trendbarometer von RTL und ntv, erhoben durch das Meinungsforschungsinstitut Forsa, weist für die rechte Partei einen Anstieg um einen Prozentpunkt auf 27 Prozent aus. Die Union hingegen verliert einen Punkt und kommt nur noch auf 21 Prozent – das ist der niedrigste Wert seit Monaten.

SPD auf Rekordtief, FDP weiter unter Fünfprozenthürde

Die SPD verharrt bei 12 Prozent, was den schlechtesten Wert aller im Bundestag vertretenen Parteien darstellt. Die Grünen bleiben stabil bei 16 Prozent, während die Linke sich leicht auf 13 Prozent verbessert. Die FDP stagniert bei 4 Prozent und liegt damit die sechste Woche in Folge unter der Fünfprozenthürde. Das BSW, das in der Umfrage nicht gesondert ausgewiesen wird, erhält lediglich 3 Prozent und bewegt sich damit im Bereich der statistischen Fehlertoleranz.

Kompetenzeinschätzung: AfD überholt Union

Neben der Sonntagsfrage fragten die Forsa-Meinungsforscher auch die wahrgenommene politische Kompetenz ab. Dabei führt die AfD mit 15 Prozent – drei Prozentpunkte mehr als in der Vorwoche. Der Union trauen nur noch 12 Prozent der Befragten zu, mit den Problemen in Deutschland am besten fertigzuwerden (minus ein Punkt). Grüne und Linke kommen auf je 6 Prozent, wobei die Grünen einen Prozentpunkt einbüßen. Die SPD erhält nur 5 Prozent. Besonders bemerkenswert: 53 Prozent der Befragten geben an, keiner Partei Kompetenz zuzutrauen.

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Merz bleibt unbeliebt: Nur 15 Prozent zufrieden

Bei den persönlichen Beliebtheitswerten zeigt sich Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) nur leicht verbessert. 15 Prozent der Befragten sind mit seiner Arbeit zufrieden – ein Plus von einem Prozentpunkt. Unter den Unionsanhängern fällt die Zustimmung mit 50 Prozent immerhin deutlicher aus. Dennoch bleibt der Kanzler weit hinter den Werten seiner Vorgänger in vergleichbaren Phasen zurück.

Die Umfrage wurde vor dem Hintergrund der anstehenden Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt, Berlin und Mecklenburg-Vorpommern durchgeführt. Politikexperten sehen in den Zahlen einen Vorgeschmack auf mögliche Verschiebungen in den ostdeutschen Bundesländern, wo die AfD traditionell stärker abschneidet. Allerdings sind Wahlumfragen generell mit Unsicherheiten behaftet: Nachlassende Parteibindungen und immer kurzfristigere Wahlentscheidungen erschweren die Gewichtung der Daten. Die Ergebnisse spiegeln lediglich das Meinungsbild zum Zeitpunkt der Befragung wider und sind keine Prognosen für den Wahlausgang.

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