AfD erreicht Rekordvorsprung auf Union im RTL/ntv-Trendbarometer
AfD erreicht Rekordvorsprung auf Union im Trendbarometer

Die AfD hat im aktuellen RTL/ntv-Trendbarometer einen neuen Rekordvorsprung auf die Union erzielt. Laut der Umfrage von Forsa käme die Partei, wenn am nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre, auf 28 Prozent – ein Plus von einem Prozentpunkt im Vergleich zur Vorwoche. Damit egalisiert sie ihren bisherigen Höchstwert aus dem Mai dieses Jahres. Die Union verharrt unverändert bei 21 Prozent.

SPD und Grüne stagnieren, Linke verliert

Die SPD, die mit der Union regiert, tritt weiterhin auf der Stelle und erreicht zwölf Prozent. Auch die Grünen bleiben unverändert bei 16 Prozent. Die Linke verliert einen Prozentpunkt und fällt von 13 auf zwölf Prozent. Für FDP und BSW würde es aktuell nicht für den Einzug in den Bundestag reichen: Die FDP bleibt bei vier Prozent, das BSW wird nicht gesondert ausgewiesen, was bedeutet, dass es unter drei Prozent liegt.

Mehrheit traut keiner Partei Lösung der Probleme zu

Besonders alarmierend sind die Werte zur politischen Kompetenz: 56 Prozent der Befragten trauen keiner Partei zu, die aktuellen Probleme zu lösen – drei Prozentpunkte mehr als in der Vorwoche. Unter den Parteien liegt auch hier die AfD vorn: 14 Prozent trauen ihr am ehesten zu, mit den Herausforderungen fertigzuwerden. Die CDU folgt mit zwölf Prozent (minus eins), Grüne und Linke liegen unverändert bei je sechs Prozent. Nur vier Prozent schreiben der SPD die meiste Kompetenz zu (minus eins).

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Kanzler Merz verliert an Zustimmung

Auch die Zufriedenheit mit Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) sinkt: Nur 14 Prozent sind mit seiner Arbeit zufrieden, ein Punkt weniger als in der Vorwoche. 85 Prozent zeigen sich unzufrieden (plus zwei). Hintergrund könnte die jüngste Personalrochade des Kanzlers in Kabinett und Partei sein. Merz war vor allem in den eigenen Reihen für seinen Umgang mit Personalien und seinen Kommunikationsstil kritisiert worden.

Methodik und Einordnung

Dem Trendbarometer liegen repräsentative Befragungen des Meinungsforschungsinstituts Forsa im Auftrag von RTL Deutschland zugrunde. Zwischen dem 28. Juli und 3. August wurden 2501 Menschen befragt. Die Fehlertoleranz gibt Forsa mit rund plus/minus 2,5 Prozentpunkten an.

Wahlumfragen sind generell mit Unsicherheiten behaftet. Nachlassende Parteibindungen und kurzfristigere Wahlentscheidungen erschweren die Gewichtung der Daten. Grundsätzlich spiegeln Umfragen nur das Meinungsbild zum Zeitpunkt der Befragung wider und sind keine Prognosen auf künftige Wahlergebnisse.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration