AfD-Parteitag in Erfurt: Polizei zieht positive Bilanz nach zweitem Tag
AfD-Parteitag: Polizei zieht positive Bilanz

Erfurt. Zum zweiten Tag des Bundesparteitags der AfD auf dem Erfurter Messegelände hat sich die Lage deutlich entspannt. Die Polizei zog am Sonntag eine positive Zwischenbilanz. Bereits am Samstag hatten zehntausende Menschen nach Angaben der Polizei an Protesten gegen den Parteitag teilgenommen. Die Proteste verliefen weitgehend friedlich.

Erster Tag: Weidel und Chrupalla wiedergewählt

Der erste Tag des AfD-Bundesparteitags war am Samstagabend zu Ende gegangen. Dabei wurden die Parteichefs Alice Weidel und Tino Chrupalla im Amt bestätigt. Allerdings musste Chrupalla einen Dämpfer hinnehmen: Er erhielt mit rund 67 Prozent der Stimmen ein deutlich schlechteres Ergebnis als seine Co-Vorsitzende Weidel, die auf knapp 79 Prozent kam. Die Wiederwahl war erwartet worden, doch das Votum zeigte interne Spannungen.

Proteste verliefen friedlich

Nach Polizeiangaben beteiligten sich am Samstag rund 15.000 Menschen an verschiedenen Protestaktionen in der Erfurter Innenstadt und am Messegelände. Die Stimmung war überwiegend friedlich, es gab nur vereinzelte Zwischenfälle. „Die Proteste waren lautstark, aber gewaltfrei“, sagte ein Polizeisprecher. Die Beamten waren mit einem Großaufgebot im Einsatz, um die Sicherheit zu gewährleisten.

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Zweiter Tag mit ruhigerem Verlauf

Am Sonntagmorgen reisten die meisten Demonstranten ab. Die Polizei meldete eine deutlich entspanntere Lage als am Vortag. „Wir haben die Lage gut im Griff“, so der Sprecher. Die Polizei zog eine positive Zwischenbilanz: „Die Einsatzkräfte haben professionell gearbeitet, und die Kooperation mit den Veranstaltern war konstruktiv.“ Der Parteitag selbst verlief ohne größere Störungen.

Bedeutung für die Partei

Der Parteitag in Erfurt war der erste Bundesparteitag der AfD seit der Europawahl 2024. Die Wiederwahl von Weidel und Chrupalla gilt als Signal der Kontinuität, doch das schwache Ergebnis für Chrupalla könnte die Flügelkämpfe innerhalb der Partei neu entfachen. Beobachter rechnen mit weiteren Auseinandersetzungen zwischen dem gemäßigten und dem radikalen Lager. Die Partei steht zudem unter Beobachtung des Verfassungsschutzes.

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