AfD-Politiker Schumann bei Demo in Schwerin angegriffen und verletzt
AfD-Politiker Schumann bei Demo in Schwerin verletzt

Schwerin – Schwere Vorwürfe nach einem Angriff auf einen AfD-Politiker: Michael Schumann, Landesvorsitzender der Generation Deutschland in Hamburg, ist am Samstag bei einer Demonstration der AfD-Nachwuchsorganisation in Schwerin verletzt worden. Der Politiker erlitt eine blutende Platzwunde am Kopf, wie er selbst per Video auf Instagram dokumentierte. Die Polizei bestätigte den Vorfall und leitete Ermittlungen gegen drei Tatverdächtige ein.

Angriff mit Pfefferspray am Schweriner Schloss

Der Vorfall ereignete sich nach Angaben von Schumann bereits vor dem offiziellen Beginn der Veranstaltung. Rund 30 vermummte Antifa-Anhänger hätten sich demnach etwa 100 Meter vom Schweriner Schloss entfernt aufgehalten. Als der AfD-Politiker mit Begleitern zum Schloss gehen wollte, seien einige der Gruppe auf sie zugelaufen, hätten Pfefferspray eingesetzt und sie verfolgt. In einem Video, das Schumann kurz nach dem Angriff auf Instagram teilte, ist sein blutverschmiertes Gesicht zu sehen. Dazu sagte er: „Willkommen in Schwerin, das Wetter ist gut, Stimmung ist gut. Antifa aggressiv, wie man sieht. Wir gehen trotzdem zur Demo und ziehen heute durch.“

Die AfD Hamburg machte in einer Mitteilung die linksextreme Antifa für den Übergriff verantwortlich. Die Partei kritisierte zugleich, dass die Polizei nicht eingegriffen habe. Schumann selbst erhob schwere Vorwürfe gegen die Sicherheitsbehörden: „Sicherheitskonzept? Ordnung im eigenen Land? Fehlanzeige!“ Nach Angaben der AfD musste der Landesvorsitzende in einem Krankenhaus behandelt werden.

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Polizei bestätigt Zwischenfall – drei Tatverdächtige

Die Polizei bestätigte auf Anfrage, dass es im Vorfeld der Demonstration zu einem Zwischenfall gekommen sei, bei dem Schumann verletzt wurde. Der Vorfall habe sich ereignet, als weitere Teilnehmer auf dem Gelände eintrafen. Die Beamten hätten die Identität von drei Tatverdächtigen aufgenommen; die Ermittlungen seien eingeleitet. Zu möglichen politischen Motiven oder der Frage, ob es sich bei den Angreifern tatsächlich um Antifa-Anhänger handelte, nahm die Polizei zunächst keine Stellung.

Zahlen der Demo: 420 Teilnehmer, 460 Gegner

Die Demonstration der Generation Deutschland unter dem Motto „Tag der Deutschen Jugend“ zog am Samstagnachmittag nach Polizeiangaben rund 420 Anhänger der AfD-Jugendorganisation an. Auf dem Alten Garten im Schweriner Stadtzentrum standen ihnen etwa 460 Gegendemonstranten gegenüber. Diese versuchten, die Kundgebung mit lauten Sprechchören zu übertönen. Zwischen den beiden Lagern wurden Zäune aufgestellt, um ein Aufeinandertreffen zu verhindern.

Auch der anschließende Aufzug durch die Stadt wurde von Gegendemonstranten gestört. Einige versuchten, die Route mit Sitzblockaden zu blockieren. Der Versuch blieb jedoch erfolglos: Polizei und Veranstalter änderten kurzfristig den Streckenverlauf. So konnte sich der Zug der Generation Deutschland trotz der Proteste fortbewegen.

Großaufgebot der Polizei aus drei Bundesländern

Im Einsatz waren zahlreiche Polizeikräfte, darunter neben Beamten aus Mecklenburg-Vorpommern auch Einsatzkräfte aus Sachsen und Nordrhein-Westfalen. Sie sicherten die Veranstaltung ab und begleiteten den anschließenden Aufzug. Trotz der angespannten Lage blieb es nach bisherigen Erkenntnissen bei dem Angriff auf Schumann. Größere Ausschreitungen gab es nicht. Der Vorfall wirft jedoch Fragen zur Sicherheit von Politikerinnen und Politikern bei Demonstrationen auf. Die Ermittlungen dauern an.

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