Streit um Musiknutzung: Ariana Grande gegen Trump-Regierung
Popstar Ariana Grande hat der US-Regierung unter Donald Trump die Nutzung ihres Hits „Bye“ untersagt. Grund war ein Video des Weißen Hauses, das für die verschärfte Abschiebepolitik wirbt und mit Grandes Lied unterlegt war. Die Sängerin reagierte umgehend und scharf.
In einem Kommentar auf TikTok schrieb Grande am Donnerstag: „Bitte verwendet meine Musik niemals für diesen barbarischen, unmenschlichen, abscheulichen Unsinn.“ Ihre Vertreter forderten die Entfernung des Songs aus dem Clip. Laut Variety war der Kommentar nur kurz sichtbar, und die Tonspur wurde später aus dem Video entfernt.
Das Weiße Haus zeigte sich trotzig. Sprecherin Abigail Jackson erklärte: „Wir sagen das jetzt noch ein letztes Mal: Barbarisch, unmenschlich und abscheulich sind die illegalen Ausländer, die unschuldige amerikanische Staatsbürger verletzt oder getötet haben.“ Die Regierung gab damit nach, ohne ihre Haltung zu ändern.
Grande reiht sich in Liste prominenter Künstler ein
Ariana Grande ist nicht die erste Künstlerin, die Trump die Nutzung ihrer Musik verbietet. Bereits 2020 schlossen sich zahlreiche Musiker zur Artist Rights Alliance (ARA) zusammen. Darunter sind Mick Jagger, Steven Tyler, Elton John, Alanis Morissette, Lorde, Linkin Park, Sia, R.E.M., Blondie, Courtney Love, Cyndi Lauper, Elvis Costello und Lionel Richie.
Im August 2024 forderte die schwedische Band ABBA Trump auf, ihre Songs wie „The Winner Takes It All“, „Money, Money, Money“ und „Dancing Queen“ nicht mehr bei Wahlkampfveranstaltungen zu spielen. Auch Videos wurden gezeigt.
Im März 2024 verlangte die Erbengemeinschaft von Sinéad O’Connor, dass Trump ihren Hit „Nothing Compares 2 U“ nicht mehr nutzt. Die verstorbene Sängerin hatte Trump als „Teufel, wie er in der Bibel steht“ bezeichnet.
Ebenfalls im August 2024 wehrten sich die Foo Fighters gegen die Verwendung ihres Songs „My Hero“. Eine Sprecherin sagte dem Magazin Billboard, die Band sei nicht gefragt worden: „Wenn sie um Erlaubnis gebeten worden wären, hätten sie sie nicht erteilt.“
Der Vorfall zeigt, wie politisch aufgeladen die Nutzung populärer Musik in den USA ist. Viele Künstler distanzieren sich von Trumps Politik und wehren sich gegen die Vereinnahmung ihrer Werke.



