Harald Martenstein schreibt Hape Kerkeling: Deutschland verliert Freiheit
Harald Martenstein schreibt Hape Kerkeling: Deutschland verliert Freiheit

Ich mag Sie, beginnt Harald Martenstein seinen offenen Brief an Hape Kerkeling. Der 72-jährige Kolumnist spricht ein brisantes Thema an: die zunehmende Homophobie in Deutschland und die Rolle des ultrakonservativen Islam.

Warum Hape Kerkeling von Berlin nach Köln zog

Vor einigen Jahren verließ Kerkeling Berlin, weil das Klima dort zu homophob geworden sei. Viele Homosexuelle berichten von häufigeren Bedrohungen, insbesondere nach dem Mordanschlag auf den Berliner CSD. In Köln, so Martenstein, sei die Lage kaum besser. Die wachsende Präsenz des Islamismus trage dazu bei.

Die verpasste Wahrheit

Lange hätten große Teile der queeren Community gezögert, diese Wahrheit auszusprechen – auch Kerkeling, bedauert Martenstein. Deutschland verliere seine Freiheit, weil zu viele naiv seien und weil Gerichte immer wieder Männer wie Abdul Ballout auf freien Fuß setzten. Die Staatsanwaltschaft forderte drei Jahre Haft für Ballout, doch ein Amtsgericht ließ ihn laufen.

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Justiz und Sicherheitslücken

Die Gefängnisse seien überfüllt mit ähnlichen Fällen. Es fehle an Polizei, um Großveranstaltungen wie den CSD oder Straßenkarneval angemessen zu schützen, da dies unbezahlbar wäre. Martenstein beklagt, dass viele Menschen Deutschland den Rücken kehrten, weil es sich langsam in eine Art Libanon verwandle. Köln sei als Exil nicht weit genug gewesen.

Ein Land in Sorge

Ist es nicht jammerschade um dieses Land?, fragt Martenstein. Ich hab’s gemocht, schließt er. Seine Botschaft an Kerkeling ist ein Weckruf: Deutschland drohe zu verlieren, was es einst ausmachte – ein freies, offenes Land.

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