Ariana Grande verbietet Trump Nutzung ihres Hits – Weißes Haus reagiert trotzig
Ariana Grande verbietet Trump Nutzung ihres Hits

Popstar Ariana Grande hat der US-Regierung unter Donald Trump die Nutzung ihres Hits untersagt. Hintergrund ist ein Video, das auf offiziellen Kanälen des Weißen Hauses veröffentlicht wurde und für die strenge Abschiebepolitik wirbt. Zu sehen sind Festnahmen durch uniformierte Beamte der Einwanderungsbehörde ICE – untermalt von Grandes Song „Bye“. Die Sängerin reagierte umgehend und forderte die Löschung des Clips.

Grande: „Barbarischer Unsinn“

In einem Kommentar unter dem TikTok-Post des Weißen Hauses schrieb Grande am Donnerstag: „Bitte verwendet meine Musik niemals für diesen barbarischen, unmenschlichen, abscheulichen Unsinn.“ Ihre Vertreter setzten sich dafür ein, dass das Lied aus dem Video entfernt wird. Laut Medienberichten war der Kommentar der Künstlerin nur kurz öffentlich sichtbar, wenn überhaupt. In den Kommentaren häuften sich Nachfragen, bis schließlich die Audiospur aus dem Clip gelöscht wurde.

Trotzige Reaktion aus dem Weißen Haus

Obwohl das Weiße Haus offenbar der Forderung nachkam, gab man sich öffentlich trotzig. Sprecherin Abigail Jackson erklärte: „Wir sagen das jetzt noch ein letztes Mal: Barbarisch, unmenschlich und abscheulich sind die illegalen Ausländer, die unschuldige amerikanische Staatsbürger verletzt oder getötet haben.“ Damit stellte sie sich gegen Grandes Kritik und verteidigte die Abschiebepolitik der Regierung.

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Grande reiht sich in lange Liste von Künstlern ein

Ariana Grande ist nicht die erste Künstlerin, die sich gegen die Nutzung ihrer Musik durch Trump und seine Partei wehrt. Bereits in der Vergangenheit gab es zahlreiche Fälle:

  • Abba (August 2024): Die schwedische Popgruppe forderte Trump auf, ihre Songs wie „The Winner Takes It All“ oder „Dancing Queen“ nicht mehr bei Wahlkampfveranstaltungen zu spielen.
  • Sinéad O’Connors Erben (März 2024): Sie verlangten, dass Trumps Kampagne auf den Hit „Nothing Compares 2 U“ verzichtet, da die verstorbene Sängerin Trump als „Teufel“ bezeichnet hatte.
  • Foo Fighters (August 2024): Die Rockband wehrte sich gegen die Nutzung ihres Songs „My Hero“. Eine Sprecherin betonte, die Band habe keine Erlaubnis erteilt und würde dies auch nicht tun.

Bereits 2020 hatte sich eine Gruppe von Künstlern zusammengeschlossen, um gegen die unerlaubte Nutzung ihrer Musik zu protestieren. Die „Artist Rights Alliance“ (ARA) kämpft für die Rechte von Songwritern und Musikern. Zu den Unterzeichnern zählen unter anderem Mick Jagger, Steven Tyler, Elton John, Alanis Morissette, Lorde, Linkin Park, Sia, R.E.M., Blondie, Courtney Love, Cyndi Lauper, Elvis Costello und Lionel Richie.

Der Fall Grande zeigt erneut, wie politisch aufgeladen die Nutzung populärer Musik im US-Wahlkampf sein kann. Während die Künstlerin klare Kante gegen die Trump-Administration zeigt, bleibt das Weiße Haus bei seiner Linie.

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