Australien wirft China gefährliches Verhalten im Südchinesischen Meer vor
Australien attackiert China für gefährliches Verhalten im Südchinesischen Meer

Nach neuen Spannungen im Südchinesischen Meer hat Australien China "destabilisierendes und gefährliches" Verhalten vorgeworfen. Australiens Außenministerin Penny Wong verurteilte bei einer Rede im Hauptquartier der philippinischen Küstenwache in Manila das "Vorgehen chinesischer Schiffe gegenüber philippinischen Schiffen, das wir gestern Vormittag beobachtet haben".

Zusammenstoß am Ren'ai-Riff

Am Montag war es in einem umstrittenen Teil des Südchinesischen Meeres zu einem Zusammenstoß zwischen philippinischen und chinesischen Seeleuten gekommen. Peking bestellte deswegen den Botschafter der Philippinen ein. Ihm sollte nach Angaben des Außenministeriums "eine ernsthafte Protestnote wegen der absichtlichen Provokation und des Angriffs der Philippinen auf Angehörige der chinesischen Küstenwache am Ren'ai-Riff" übergeben werden.

Das Riff ist auch unter dem Namen Second-Thomas-Riff bekannt. Bereits im Juni war es zu einer Konfrontation zwischen einem Schiff der chinesischen Küstenwache und philippinischen Booten im Bereich des Second-Thomas-Riffs gekommen, bei der Angehörige der chinesischen Küstenwache die philippinischen Boote betreten hatten. Bei der Auseinandersetzung wurde ein philippinischer Matrose an einer Hand verletzt und verlor einen Daumen.

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China erkennt Urteil nicht an

Im Südchinesischen Meer kommt es zwischen China und den Philippinen regelmäßig zu Zwischenfällen. China beansprucht fast das gesamte Seegebiet für sich. Aber auch Brunei, Indonesien, Malaysia, die Philippinen und Vietnam erheben Anspruch auf Teile des Südchinesischen Meeres. Der Ständige Schiedshof in Den Haag hatte 2016 einige der chinesischen Gebietsansprüche für unrechtmäßig erklärt, Peking erkennt das Urteil aber nicht an.

Bedeutung für die Schifffahrt

Für die Frachtschifffahrt ist das Südchinesische Meer sehr wichtig: Mehr als 60 Prozent der weltweit verschifften Waren werden durch das Seegebiet transportiert.

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