Reaktionen nach Auto-Angriff beim CSD in Berlin: Politiker bestürzt
Auto-Angriff beim CSD: Berliner Politiker reagieren

Nach dem Angriff mit einem Auto auf Menschen am Rande des Christopher Street Days (CSD) in Berlin haben sich zahlreiche Politiker und andere Vertreter des gesellschaftlichen Lebens erschüttert gezeigt. Der Fahrer raste am Samstag in eine Menschengruppe und verletzte mehrere Personen. Die Polizei geht von einem islamistischen Hintergrund aus. Die Tat löste weitreichende Bestürzung aus.

Reaktionen der Berliner Landespolitik

Der Regierende Bürgermeister Kai Wegner (CDU) verurteilte die Tat scharf: „Es ist ein Angriff auf unsere freie und weltoffene Gesellschaft. Nach einem friedlichen und bunten CSD wurde die Versammlung für ein tolerantes und friedliches Berlin auf brutalste Art attackiert.“ Er sprach den Opfern sein Mitgefühl aus und kündigte eine lückenlose Aufklärung an.

Steffen Krach, SPD-Spitzenkandidat für die Berlin-Wahl, zeigte sich betroffen: „Es erschüttert uns, dass ein Tag der Liebe angegriffen wird. Wir stehen zusammen.“ Auch Werner Graf, Grünen-Spitzenkandidat, äußerte sich emotional: „Ich trauere als Teil der LGBTIA+-Gemeinde mit meiner Community um die Freude und die Liebe, die den gestrigen CSD in Berlin geprägt haben, und die am Ende dem Entsetzen und der Angst weichen mussten.“

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Stefan Evers, CDU-Spitzenkandidat, betonte die Tragweite für die Stadt: „Es trifft unsere Stadt mitten ins Herz. (...) Es gibt einiges aufzuklären. Dann ist die Zeit für Konsequenzen.“ Elif Eralp, Linke-Spitzenkandidatin, erklärte: „Aus einem Freudentag in unserer Stadt wurde ein Trauertag. (...) Wir dürfen nicht zulassen, dass Hass queeres Leben unsichtbar macht. Die queere Community gehört zur DNA unserer Stadt.“

Forderungen nach Konsequenzen

Kristin Brinker, AfD-Landes- und Fraktionsvorsitzende, nutzte die Tat für eine politische Forderung: „Der bisherige politische Kuschelkurs gegenüber gewaltbereiten Islamisten muss sofort ein Ende haben.“ Cornelia Seibeld, Präsidentin des Abgeordnetenhauses, bezeichnete den Vorfall als „mutmaßlich islamistischen Anschlag auf friedlich feiernde Menschen“ und als „Angriff auf unsere Demokratie“. Sie sagte: „Er richtet sich gegen unsere freie Art zu leben – gegen die Freiheit, die diese Stadt ausmacht, und trifft Berlin mitten ins Herz.“

Raed Saleh, SPD-Fraktionschef, stellte klar: „Diesen Terror verachten wir. Wir lassen uns nicht einschüchtern und wir lassen uns unser friedliches und freies Berlin nicht kaputt machen.“ Dirk Stettner, CDU-Fraktionschef, ergänzte: „Jede Form von Gewalt gegen friedlich feiernde Menschen ist ein Angriff auf unsere Stadt und unser friedliches Zusammenleben.“

Stimmen aus Kirche und queerer Community

Der Bischof der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO), Christian Stäblein, kommentierte: „Hass tötet. (...) Keine Gewalt, kein Morden kann mit Gott begründet werden. Lasst uns stark machen, was uns verbindet und zusammenhält. Liebe ist stärker als Hass.“ Alfonso Pantisano, Queer-Beauftragter des Berliner Senats, zeigte sich tief betroffen: „Viele werden lange brauchen, um das Erlebte zu verarbeiten. (...) Für die queere Community ist das ein großer Trauertag.“

Nationale Reaktionen

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier äußerte sich via Social Media: „Wir sind erschüttert und entsetzt über den mutmaßlichen Anschlag auf den CSD in Berlin, bei dem Hunderttausende Menschen friedlich und fröhlich feiern wollten und ein Zeichen setzen für Toleranz und Vielfalt, für ein selbstbestimmtes und gleichberechtigtes Leben.“ Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) bekräftigte: „Wir sind offen und freiheitsliebend – und das werden wir auch bewahren und verteidigen. Die Tat wird aufgeklärt und mit aller Härte verfolgt.“

Die Polizei ermittelt weiterhin zum Tathergang und zu möglichen Hintergründen. Der CSD in Berlin steht traditionell für ein friedliches und buntes Zeichen für die Rechte von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Trans- und Intergeschlechtlichen sowie queeren Menschen. Nun überschattet die Gewalttat die Veranstaltung, die als einer der größten Christopher Street Days Europas gilt.

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