Bill Pulte wird Trumps neuer Geheimdienstchef – „Kampfhund“ des Präsidenten
Bill Pulte: Trumps neuer Geheimdienstchef

Überraschende Personalie in Washington

Knapp zwei Wochen nach dem überraschenden Rücktritt von Tulsi Gabbard hat US-Präsident Donald Trump einen engen Vertrauten an die Spitze der amerikanischen Geheimdienste berufen. Der Immobilienunternehmer Bill Pulte übernimmt vorläufig die Leitung der 18 US-Nachrichtendienste. In einer Mitteilung auf seiner Plattform Truth Social lobte Trump den 38-Jährigen als erfahrenen Umgang mit den sensibelsten Angelegenheiten des Landes.

Pultes bisherige Karriere

Bill Pulte ist bislang vor allem im Finanz- und Immobiliensektor tätig gewesen. Seit Trumps erneuter Amtsübernahme vor rund 16 Monaten leitet er die Bundesaufsicht für Immobilienkredite (FHFA) sowie die staatlichen Hypothekenfinanzierer Fannie Mae und Freddie Mac. Diese Posten behält er auch in seiner neuen Rolle als Geheimdienstchef. Kritiker bemängeln, dass Pulte kaum Erfahrung im Bereich nationale Sicherheit mitbringt.

Der „Kampfhund“ des Präsidenten

US-Medien bezeichnen Pulte als „Kampfhund“ Trumps. Er ist bekannt für öffentliche Angriffe auf politische Gegner des Präsidenten. So beschuldigte er die New Yorker Generalstaatsanwältin Letitia James des Betrugs mit Hypothekenanträgen, nachdem sie gegen Trump ermittelt hatte. Auch gegen die Fed-Gouverneurin Lisa Cook erhob er ähnliche Vorwürfe. Trump selbst überzieht seine Widersacher mit juristischen Verfahren wie kein Präsident vor ihm.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Rücktritt von Tulsi Gabbard

Die bisherige Geheimdienstkoordinatorin Tulsi Gabbard war am 22. Mai zurückgetreten. Als Grund gab sie eine Krebserkrankung ihres Mannes an. Zudem waren Zweifel an ihrer Loyalität gegenüber Trump im Zusammenhang mit dem Iran-Krieg laut geworden. Gabbard war bereits die vierte Frau, die innerhalb weniger Monate aus Trumps Kabinett ausschied.

Pultes Verhältnis zu Trump-Beratern

Obwohl Pulte Trump nahesteht, gibt es Spannungen mit einigen Beratern des Präsidenten. Finanzminister Scott Bessent soll laut Wall Street Journal so wütend auf Pulte gewesen sein, dass er ihm drohte, „ins verdammte Gesicht zu schlagen“. Hintergrund war, dass Pulte schlecht über Bessent bei Trump gesprochen hatte.

Amtierung ohne Senatsbestätigung

Als amtierender Direktor muss Pulte nicht vom Senat bestätigt werden. Er kann maximal 210 Tage im Amt bleiben, bis ein ständiger Nachfolger ernannt wird. Seine Ernennung zeigt einmal mehr, dass Trump auf enge Vertraute setzt, auch wenn ihnen die fachliche Qualifikation fehlt.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration