In Berlin-Wedding haben am Nachmittag Hunderte Menschen gegen Rüstungsproduktion und Rüstungsexporte protestiert. Die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg nahm an der Demonstration teil. Ein Sprecher der Berliner Polizei teilte auf dpa-Anfrage mit, dass insgesamt rund 1.800 Menschen bei dem Demonstrationszug mitliefen.
Start am Hanne-Sobek-Platz, Ziel Rheinmetall-Gelände
Die Demonstranten starteten am Hanne-Sobek-Platz in der Nähe des S- und U-Bahnhofs Gesundbrunnen und zogen in Richtung des Berliner Geländes von Rheinmetall. Angemeldet war die Demo unter dem Motto „Wedding ohne Waffen. Gemeinsam gegen Krieg.“
Polizei meldet strafbare Handlungen und Festnahmen
Am Abend berichtete die Polizei von „mehreren strafbaren Handlungen aus dem Aufzug heraus“. Teilnehmer hätten sich vermummt, Pyrotechnik abgebrannt und strafbare Parolen ausgerufen. Zudem hätten mehrfach größere Gruppen versucht, in Richtung des Firmengeländes von Rheinmetall auszubrechen. 15 Menschen seien festgenommen worden. Gegen 19 Uhr beendete die Polizei die Versammlung.
Wiederholte Proteste gegen Rheinmetall
In den vergangenen Monaten hatte es immer wieder Protestaktionen vor allem am oder auf dem Berliner Gelände von Rheinmetall gegeben. Teilweise blockierten Aktivisten den Zufahrtsweg zum Unternehmensgelände. Die Polizei war wiederholt im Einsatz.
Erst am Donnerstag und Freitag dieser Woche gab es Proteste, allerdings insbesondere propalästinensischer Demonstranten und in deutlich kleinerem Umfang. Am Donnerstag wurden bei Auseinandersetzungen mit ihnen zwei Polizisten verletzt.



