Deschamps stellt Schiri-Frage nach Frankreichs WM-Aus
Deschamps stellt Schiri-Frage nach Frankreichs WM-Aus

Frankreichs Nationaltrainer Didier Deschamps hat nach dem Halbfinal-Aus bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 eine überraschende Frage in den Raum gestellt. Der 57-Jährige äußerte sich nach der 0:2-Niederlage gegen Spanien kritisch über Schiedsrichter Ivan Barton aus El Salvador. „Ich habe eine Frage, aber keine Antwort: Hatte er die Klasse für ein WM-Halbfinale?“, sagte Deschamps auf der Pressekonferenz. Er fügte hinzu: „Ich werde auf die Frage nicht antworten.“ Gleichzeitig stellte der Trainer klar, dass der Unparteiische nicht der Grund für die Niederlage sei. „Deswegen sage ich das nicht. Aber es gab einige Situationen, teilweise auch zu unseren Gunsten…“

Spanien erteilt Frankreich eine Lehrstunde

Die spanische Mannschaft ließ den Vize-Weltmeister im Halbfinale keine Chance. Bereits in der ersten Halbzeit ging Spanien durch einen Elfmeter in Führung, den Barton nach einem Foul von Dayot Upamecano an Lamine Yamal gepfiffen hatte. Die Entscheidung war unstrittig. Kurz zuvor hatte Frankreichs Michael Olise Glück, dass Barton nach einem harten Einsteigen gegen Rodri nur eine mündliche Verwarnung aussprach. Schiedsrichter-Experte Patrick Ittrich von MagentaTV bewertete die Szene deutlich strenger: „Das hat alles Zeug zur Roten Karte“, zitierte Moderator Johannes B. Kerner in der Halbzeitpause.

Deschamps räumte die Überlegenheit Spaniens ein: „Spanien hat heute gezeigt, dass sie auf einem anderen Niveau spielen. Wir waren schwach. Der Gegner hat uns an unserem Spiel gehindert, aber wir waren auch technisch nicht so gut heute. Wir waren gezwungen, zu verteidigen. Wir konnten ihnen nicht genug Probleme bereiten.“ Der Trainer betonte: „Zuerst einmal war es unsere Schuld, ich will keine Ausreden suchen.“

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Kuriose Szene mit dem Schiedsrichter

Barton sorgte während des Spiels für einen kuriosen Moment, als er sich vor einem Freistoß für Spanien in der Anfangsphase von einem Assistenten ein Freistoßspray reichen lassen musste. Ob er sein eigenes vergessen oder verloren hatte, blieb unklar. Für den 35-jährigen Schiedsrichter aus El Salvador war es der vierte Einsatz bei dieser WM, zuvor hatte er dreimal souveräne bis sehr gute Leistungen gezeigt. Bereits bei der WM 2022 in Katar war Barton dreimal zum Einsatz gekommen, unter anderem beim deutschen Auftaktspiel gegen Japan (1:2), das der „Kicker“ mit der Note 2 bewertete.

Deschamps‘ Kommentar könnte als Kritik an der Nominierung Bartons durch die FIFA verstanden werden, da er sich für ein so wichtiges Spiel möglicherweise einen europäischen Spitzenschiedsrichter gewünscht hätte. Dennoch hatte Barton keinen entscheidenden Einfluss auf das Spiel, das die französische Presse als „Lehrstunde“ bezeichnete.

Ende einer Ära für Frankreich

Mit dem Halbfinal-Aus endet eine große Ära des französischen Fußballs. Didier Deschamps, der 1998 als Spieler und 2018 als Trainer Weltmeister wurde, hatte bereits vor der WM angekündigt, dass er nach dem Turnier den Verband verlassen wird. Der Traum vom märchenhaften Triumph als Abschied ist geplatzt. Am Samstag bestreitet Frankreich noch das Spiel um Platz 3, das jedoch nur einen Trostpreis darstellt. Die Zukunft der französischen Nationalmannschaft unter einem neuen Trainer bleibt abzuwarten.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration