Epstein-Ermittlungen: New Mexico wirft Justizministerium Blockade vor
Epstein-Ermittlungen: New Mexico wirft Justiz Blockade vor

Die Staatsanwaltschaft des US-Bundesstaats New Mexico hat dem US-Justizministerium vorgeworfen, ihre strafrechtlichen Ermittlungen zu möglichen kriminellen Aktivitäten auf einer Ranch des Sexualstraftäters Jeffrey Epstein zu behindern. Das Justizministerium verweigere die Zusammenarbeit und wolle dringend benötigte ungeschwärzte Akten nicht herausgeben, sagte der oberste Staatsanwalt des Bundesstaates, Raúl Torrez.

Vorwurf der Blockade und Reaktion des Ministeriums

Ein Sprecher des Justizministeriums bezeichnete den Vorwurf gegenüber dem Nachrichtenportal „Axios“ als „falsch“. Diese Akten ungeschwärzt weiterzugeben, würde gegen Gesetze verstoßen. Die Staatsanwaltschaft in New Mexico hatte die Ermittlungen vor einigen Monaten wieder aufgenommen, nachdem das Justizministerium Millionen von Epstein-Akten – allerdings teilweise geschwärzt – veröffentlicht hatte.

Hintergrund: Die Zorro-Ranch und Epsteins Netzwerk

Im Zentrum der Ermittlungen steht die „Zorro-Ranch“, die Epstein gehört haben soll. Medienberichten zufolge soll es dort zu sexuellem Missbrauch und Menschenhandel gekommen sein. Der Multimillionär Epstein hatte über Jahre einen Missbrauchsring betrieben, dem zahlreiche junge Frauen und Minderjährige zum Opfer fielen. Unter seinen Klienten sollen viele einflussreiche Menschen gewesen sein.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Chronologie des Falls Epstein

Vor fast 20 Jahren kamen erste Vorwürfe vor Gericht, und Epstein bekannte sich in bestimmten Punkten schuldig. Jahre später wurde der Fall neu aufgerollt und der Multimillionär wieder festgenommen. Noch bevor ein mögliches weiteres Urteil gefällt werden konnte, starb der Finanzier am 10. August 2019 im Alter von 66 Jahren in seiner Gefängniszelle. Im Obduktionsbericht wurde Suizid als Todesursache genannt.

Die Ermittlungen gegen Epstein in New Mexico waren ursprünglich 2019 auf Antrag der Staatsanwaltschaft des Southern Districts in New York eingestellt worden. Die erneute Aufnahme der Ermittlungen durch die Staatsanwaltschaft in New Mexico signalisiert eine Wiederbelebung des Falls, der international große Beachtung fand. Torrez betonte, dass die Herausgabe ungeschwärzter Akten für den Fortgang der Ermittlungen unerlässlich sei. Das Justizministerium hingegen argumentiert, dass die Schwärzungen dem Schutz von Opfern und der Einhaltung von Gesetzen dienten. Der Streit zwischen Bundes- und Landesebene könnte die Aufklärung weiterer möglicher Straftaten im Umfeld Epsteins verzögern.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration