Pro-palästinensische Aktivisten blockieren erneut Rheinmetall-Werk in Berlin-Wedding
Erneute Blockade vor Rheinmetall-Werk in Berlin-Wedding

Pro-palästinensische Aktivisten haben am Dienstag erneut versucht, die Zufahrt zum Rheinmetall-Werk in Berlin-Wedding zu blockieren. Die Gruppe „Peacefully Against Genocide“ bestätigte die Aktion, an der auch die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg teilnahm. Es ist der dritte Blockadeversuch innerhalb weniger Tage.

Polizei verhindert Blockade

Ein Polizeisprecher bezeichnete die Aktion als „verhinderte Blockadeaktion“. Insgesamt waren 36 Teilnehmende beteiligt. Die Einsatzkräfte hoben Aktivisten hoch und trugen sie von der Zufahrt weg. Mehrere Personen wurden vorübergehend festgenommen, nach Identitätsprüfung jedoch wieder freigelassen. Im Einsatz waren 90 Polizeibeamte.

Die Gruppe „Peacefully Against Genocide“ schildert den Einsatz anders. Polizisten seien auf die Protestierenden „zugerannt“ und hätten sie „teilweise mit Schmerzgriffen“ von der Straße geschleift. Aufnahmen zeigen Aktivisten, die sich an den Händen halten, um sich den Maßnahmen zu widersetzen.

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Greta Thunberg erneut dabei

Greta Thunberg, die bereits am Montag und Sonnabend an Protesten der Gruppe teilgenommen hatte, war auch am Dienstag wieder vor Ort. Sie trug ein T-Shirt mit der Aufschrift „Yallah Intifada“ und eine Kufiya. Ihre Teilnahme sorgt immer wieder für mediale Aufmerksamkeit.

Hintergrund der Proteste

Dem aktuellen Blockadeversuch gingen mehrere Aktionen voraus. Am Montag klebten sich Aktivisten vor einem Rheinmetall-Büro am Alexanderplatz fest. Bereits am Donnerstag hatten sie versucht, die Werkszufahrt in Wedding zu blockieren, wobei zwei Polizeibeamte verletzt wurden. Am Wochenende nahmen rund 1800 Menschen an einem Demonstrationszug zum Rheinmetall-Standort teil.

In den vergangenen Monaten kam es immer wieder zu Protesten am oder auf dem Berliner Gelände von Rheinmetall. In der Fabrik soll ab Mitte des Jahres Munition für großkalibrige Waffen hergestellt werden. Die Gruppe „Peacefully Against Genocide“ wirft dem Rüstungskonzern vor, mit Waffenlieferungen an Israel zur Fortführung des Krieges in Gaza beizutragen.

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