EU macht Russlands FSB für Cyberangriffe auf Regierungsnetzwerke verantwortlich
EU macht FSB für Cyberangriffe verantwortlich

Die Europäische Union macht den russischen Inlandsgeheimdienst FSB für eine Serie schwerer Cyberangriffe verantwortlich, die sich gegen Regierungsnetzwerke und kritische Infrastruktur in mehreren Mitgliedstaaten richteten. In einer von der EU-Außenbeauftragten Kaja Kallas verbreiteten Erklärung im Auftrag der Mitgliedstaaten heißt es, eine Cybereinheit des FSB habe in Deutschland Angriffe gegen staatliche Stellen durchgeführt.

Deutschland und Frankreich bestellen Botschafter ein

Wegen der Vorwürfe zu den jahrelangen Aktivitäten bestellten Deutschland und Frankreich jeweils die russischen Botschafter ein. Das Auswärtige Amt nannte auf Rückfrage keine konkreten Beispiele mit der Begründung, dass der Zuordnung Geheimdiensterkenntnisse zugrunde liegen. Die EU wirft dem FSB vor, ein ganzes „Cyberökosystem“ zu nutzen, das staatliche und nichtstaatliche Akteure umfasst.

Frankreich und Polen besonders betroffen

In Frankreich habe die FSB-Einheit seit 2010 Cyberspionage gegen strategisch wichtige staatliche Einrichtungen betrieben und 2025 die Verteidigungsindustrie ins Visier genommen, erklärte Kallas. Erst kürzlich habe es zudem in Polen Sabotageakte gegen kritische Infrastruktur gegeben, darunter gegen Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen. Betroffen waren unter anderem auch Zypern, die Niederlande, Österreich, die Slowakei, Rumänien und Finnland.

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EU verhängt neue Sanktionen

Als Reaktion auf diese böswilligen Aktivitäten verhängt die EU neue Sanktionen gegen neun Einzelpersonen und vier Einrichtungen und Organisationen. Sie richten sich gegen Offiziere des russischen Militärgeheimdienstes GRU sowie gegen Cyberkriminelle, Hacker und private Unternehmen, die zu Russlands Bemühungen beitragen, die EU, ihre Mitgliedstaaten und internationale Partner zu destabilisieren.

Das Auswärtige Amt verurteilte auf der Plattform X das Vorgehen und schrieb, dass Cyberangriffe gegen Deutschland, EU-Partner und die Ukraine inakzeptabel seien.

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