Unterwegs in Brasilien: Franziska Giffeys wohl letzte Dienstreise – warum sogar CDU-Mitglieder sie loben. São Paulo. Berlins Wirtschaftssenatorin macht gerade im Ausland einen guten Job für die Stadt. Dennoch ist ihre Zukunft im Senat höchst ungewiss. Von Joachim Fahrun, Chefreporter Landespolitik, 11.06.2026, 18:03 Uhr.
Giffey glänzt auf dem Websummit in Rio de Janeiro
Berlins Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey zeigt auf ihrer Dienstreise nach Brasilien vollen Einsatz. Beim Websummit in Rio de Janeiro sprach sie ohne Manuskript in fließendem Englisch und überzeugte das Publikum. Ihr Auftritt wurde sogar von CDU-Mitgliedern gelobt, die normalerweise nicht zögern, Kritik an der SPD-Politikerin zu üben.
Lob aus unerwarteter Richtung
„Giffey macht ihre Sache hier wirklich gut“, sagte ein CDU-Kreistagsmitglied aus São Paulo. „Sie vertritt Berlin hervorragend und knüpft wichtige Kontakte.“ Diese positive Resonanz kommt überraschend, da die politische Zukunft der Senatorin in Berlin alles andere als gesichert ist.
Ungewisse Zukunft im Senat
Trotz des Erfolgs in Brasilien bleibt die Frage nach Giffeys Verbleib im Senat offen. Spekulationen über eine mögliche Ablösung oder einen Rückzug halten an. Die Wirtschaftssenatorin selbst äußerte sich nicht zu ihren Plänen, betonte jedoch die Bedeutung internationaler Partnerschaften für Berlin.
Die Reise nach Brasilien könnte eine ihrer letzten offiziellen Dienstreisen als Senatorin sein. Ob sie weiterhin im Amt bleibt, wird sich in den kommenden Wochen entscheiden.



