Iran: Brite Foreman zu zwei weiteren Jahren Haft verurteilt
Iran: Brite Foreman zu zwei weiteren Jahren Haft verurteilt

Der im Iran mit seiner Ehefrau inhaftierte Brite Craig Foreman ist laut seiner Familie zu zwei weiteren Jahren Gefängnis verurteilt worden. Die zusätzliche Haftstrafe sei gegen Foreman verhängt worden, weil er zuvor mit der Presse gesprochen habe, erklärte am Mittwoch Joe Bennett, Sohn seiner Ehefrau. Foreman und seine Frau Lindsay waren im Februar wegen Spionage-Vorwürfen bereits zu zehn Jahren Haft verurteilt worden. Wie Bennett weiter erklärte, befinden sich die Ehepartner seit Wochen im Hungerstreik. "Beide haben viel Gewicht verloren, ihr Gesundheitszustand verschlechtert sich weiter", hieß es.

Hintergrund der Festnahme

Die beiden 52-Jährigen waren im Januar 2025 in der iranischen Provinz Kerman festgenommen worden. Laut ihrer Familie befanden sie sich auf einer Motorrad-Reise rund um die Welt und waren im Dezember 2024 über Armenien mit einem Touristenvisum in den Iran eingereist. Die Spionagevorwürfe Teherans wiesen sie zurück. Nach Angaben auf ihrem Profil im Onlinedienst Facebook interviewte Lindsay Foreman auf ihrer Reise mehr als 360 Menschen für ein Forschungsprojekt zur Frage, was ein "gutes Leben" ausmache. Ihr letzter Facebook-Post stammt vom 3. Januar.

Vorwürfe und Reaktionen

Die iranischen Behörden beschuldigten das Paar, sich als Touristen ausgegeben zu haben, um Informationen zu sammeln. Sie hätten "mit verdeckten Einrichtungen" zusammengearbeitet, "die mit den Geheimdiensten feindlicher und westlicher Länder in Verbindung stehen". Die Familie Foreman weist die Vorwürfe von sich, das britische Außenministerium hatte die Verurteilung der beiden als "absolut empörend und völlig ungerechtfertigt" bezeichnet.

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Historischer Kontext

Seit der Islamischen Revolution im Jahr 1979 wurden zahlreiche Bürger westlicher Staaten im Iran festgenommen. Der Führung in Teheran wird vorgeworfen, die Häftlinge als Geiseln zu missbrauchen, um im Gegenzug für ihre Freilassung Vorteile zu erreichen. Erst am Dienstag hatte die iranische Führung Pläne der britischen Regierung scharf kritisiert, jegliche Unterstützung für die Revolutionsgarden zu verbieten. Teheran sprach von einer "feindlichen Handlung" Londons.

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