Iran feuert Raketen auf Israel: Eskalation im Nahen Osten
Iran feuert Raketen auf Israel: Eskalation im Nahen Osten

Iran feuert Raketen auf Israel

Die israelischen Streitkräfte haben nach eigenen Angaben Raketen identifiziert, die aus dem Iran auf Israel abgefeuert wurden. Abwehrsysteme seien im Einsatz, um die Bedrohung abzufangen, teilte das israelische Militär mit. Diese Entwicklung markiert eine deutliche Eskalation im bereits angespannten Nahost-Konflikt.

USA schießen iranische Kampfdrohnen ab

Die US-Streitkräfte haben nach eigenen Angaben zwei iranische Kampfdrohnen in der Golfregion abgeschossen. Die in Richtung der Straße von Hormus gestarteten Drohnen hätten den internationalen Schiffsverkehr bedroht, erklärte das für die Golfregion zuständige US-Regionalkommando Centcom. Die amerikanischen Streitkräfte blieben in Alarmbereitschaft, um sich weiterhin gegen iranische Aggressionen zu verteidigen.

Trump setzt Teheran unter Druck

US-Präsident Donald Trump will eingefrorene iranische Vermögenswerte erst nach dem Abschluss eines Friedensabkommens freigeben. Auch Sanktionen würden erst dann aufgehoben, sagte er in der NBC-Sendung „Meet the Press“. Diese Schritte würden erst dann in Betracht gezogen, wenn sich der Iran entsprechend verhalte. Der Libanon müsse nicht Teil eines kurzfristigen Abkommens mit der Regierung in Teheran sein. Die USA stünden sehr kurz vor einer Einigung, andernfalls werde er das Land massiv angreifen, drohte Trump erneut. Der Präsident zeigte sich zudem bereit, mit dem geistlichen Oberhaupt des Iran, Ajatollah Modschtaba Chamenei, zu sprechen. Dieser wurde bei US-Angriffen zu Beginn des Konflikts Ende Februar verwundet und ist seither nicht mehr öffentlich in Erscheinung getreten.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Israel greift Hisbollah-Stellungen an

Die israelische Armee hat bei ihrem Militäreinsatz gegen die proiranische Hisbollah nach eigenen Angaben binnen 48 Stunden rund 150 Ziele im Süden des Libanon angegriffen. Dabei seien Waffenlager, Kommandozentralen und Raketenabschussvorrichtungen der Miliz ins Visier genommen worden. Nach Angaben der libanesischen Armee wurden am Samstag bei einem israelischen Angriff im Süden des Landes drei Soldaten getötet. Das israelische Militär erklärte, das angegriffene Fahrzeug habe sich „verdächtig bewegt“ in einer „aktiven Kampfzone“. Die Angriffe richteten sich gegen die „Terrororganisation Hisbollah“, betonte das Militär und kündigte zugleich an, den Vorfall zu prüfen. Der libanesische Präsident Joseph Aoun verurteilte den Angriff und forderte ein Ende der „israelischen Aggression“.

Waffenruhe im Libanon brüchig

Israel und die libanesische Regierung hatten sich am Mittwoch bei Gesprächen in Washington auf die „Umsetzung einer Waffenruhe“ geeinigt. Es sollten dabei bestimmte „Testgebiete“ unter „exklusiver Kontrolle“ der libanesischen Armee geschaffen werden. Beide schränkten ein, dass die Umsetzung von der Einstellung der Angriffe der Hisbollah abhänge. Die von Teheran unterstützte Miliz akzeptiert die neue Vereinbarung jedoch nicht. Der Iran besteht darauf, den Libanon in ein mögliches Abkommen mit den USA zur Beendigung des Kriegs einzubeziehen.

Iran droht mit Angriffen auf US-Ziele

Der oberste iranische Unterhändler Mohammad Bager Ghalibaf drohte auf der Plattform X mit erneuten Angriffen. Die Seeblockade der USA gegen den Iran und die US-Erlaubnis an Israel, Angriffe im Libanon zu eskalieren, machten US-Stützpunkte und israelische Einrichtungen im Nahen Osten zu legitimen Zielen. „Sie halten sich weder an einen Waffenstillstand noch glauben sie an den Dialog, und durch die Seeblockade und die Verletzung von Vereinbarungen bezüglich des Libanon haben sie gezeigt, dass sie nur die Sprache der Macht verstehen“, so Ghalibaf.

USA fordern IAEA-Zugang zu iranischen Atomanlagen

Die USA fordern vom Iran genaue Informationen über den Zustand der bombardierten Atomanlagen und die Bestände an angereichertem Uran. Dies geht aus einem Resolutionsentwurf der Vereinigten Staaten hervor, der im Vorfeld einer Sitzung der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) an andere Länder im Gouverneursrat der IAEA weitergeleitet wurde. Der Iran müsse der Behörde die Dokumentation über Atommaterial und seine bewachten Atomanlagen zur Verfügung stellen, heißt es darin.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration

Auswirkungen auf Wirtschaft und Luftfahrt

Das Ölkartell Opec+ hat erneut eine Erhöhung seiner Förderziele beschlossen, obwohl einige Mitglieder wegen des Iran-Kriegs nicht mehr fördern können. Die geplanten Ausweitungen fallen in eine Zeit großer Verwerfungen auf dem Ölmarkt. Der Krieg blockiert die Öltransporte durch die Straße von Hormus und hat eine große globale Versorgungskrise ausgelöst. Die weltweite Luftfahrtbranche hat ihre Gewinnprognose für das Jahr 2026 wegen des Nahost-Konflikts fast halbiert. Der Weltluftfahrtverband IATA rechnet nun mit einem Nettogewinn von 23 Milliarden Dollar, verglichen mit zuvor rund 41 Milliarden Dollar.

Anschlag in Israel

Bei einer Serie von Schusswaffenangriffen in Israel sind nach Angaben von Sanitätern mindestens ein Mensch getötet und fünf weitere verletzt worden. Die Polizei teilte mit, es handele sich vermutlich um einen Terroranschlag. Ein mutmaßlicher Täter wurde getötet, ein Fahrzeug sichergestellt.

Iran warnt Nachbarn

Der Iran hat die Nachbarstaaten erneut davor gewarnt, ihr Territorium für mögliche US-Militäroperationen zur Verfügung zu stellen. Hintergrund sind US-Angriffe auf Radaranlagen im Süden des Landes. Der Iran forderte den UN-Sicherheitsrat auf, auf die Verletzung der Waffenruhe zu reagieren.