Iran greift US-Verbündete Jordanien und Bahrain an – neue Eskalation
Iran greift US-Verbündete Jordanien und Bahrain an

Iran greift US-Verbündete an

Iran hat erneut enge Verbündete der USA im Nahen Osten aus der Luft angegriffen. Das jordanische Militär meldete am Freitag sieben aus Iran abgefeuerte Raketen und sechs Drohnen, die die Flugabwehr abgefangen und abgeschossen habe. Es habe weder Verletzte noch Schäden gegeben. Auch der Golfstaat Bahrain meldete erneuten Beschuss. Die Luftverteidigung habe mehrere Geschosse aus Iran abgewehrt, teilten die bahrainischen Streitkräfte mit. Angaben zur Anzahl oder zu möglichen Schäden gab es nicht.

Hintergrund der Angriffe

Jordanien und Golfstaaten wie Bahrain beheimaten US-Truppen und Flugzeuge der US-Luftwaffe und sind damit zum möglichen Ziel Irans bei Vergeltungsangriffen in der Region geworden. Die iranischen Revolutionswächter bestätigten die Angriffe und meldeten mindestens einen weiteren auf den US-Stützpunkt Al-Adiri in Kuwait. Zudem sei ein Beobachtungsturm der Fünften US-Flotte in Bahrain beschossen worden, meldet die iranische Nachrichtenagentur Tasnim unter Berufung auf die Eliteeinheit.

US-Militär greift erneut Ziele in Iran an

Das US-Militär hatte nach eigenen Angaben zuvor die 13. Nacht in Folge Ziele in Iran angegriffen. Die jüngsten Angriffe hätten mehr als zwei Stunden gedauert, teilte das US-Zentralkommando (CENTCOM) mit. Ziel der Angriffe seien iranische Militär-Kommandozentralen, Drohnenlager, Kommunikationsnetze, Standorte zur Küstenüberwachung und maritime Kapazitäten gewesen. Damit solle die Bedrohung durch Iran für die zivile Schifffahrt und Handelsschiffe in der Straße von Hormus weiter verringert werden.

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Schiffsverkehr weitgehend blockiert

Der Tankerverkehr durch die strategisch wichtige Straße von Hormus war am Donnerstag fast zum Erliegen gekommen. Dies geht aus Daten des Analysehauses Kpler hervor. Demnach hat lediglich ein einziger Tanker die Meerenge passiert. Dies war die niedrigste Zahl seit dem 7. Mai. Bei dem Schiff habe es sich um einen nach China fahrenden, mit Rohöl beladenen Supertanker gehandelt. In die entgegengesetzte Richtung sei kein einziges Schiff in die Meerenge eingefahren.

Zunehmende Ungeduld in Washington

Mit der anhaltenden Blockade und den weiteren Angriffen macht Teheran eine weitere Konfrontation zunehmend wahrscheinlicher. Laut einem Bericht des „Wall Street Journals“ ist US-Präsident Donald Trump wegen der anhaltenden Konfrontation zunehmend ungeduldig. Trump sei im „Rache-Modus“, so das Blatt unter Berufung auf hochrangige US-Quellen.

Ausblick

Die Lage bleibt angespannt. Experten befürchten eine weitere Eskalation, die den gesamten Nahen Osten destabilisieren könnte. Die USA haben ihre Militärpräsenz in der Region verstärkt, während Iran weiterhin seine Verbündeten wie die Huthi-Milizen im Jemen unterstützt.

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