Iran-Krieg: USA kündigen weitere Gespräche zwischen Israel und Libanon in Rom an
Iran-Krieg: Rom-Gespräche zwischen Israel und Libanon geplant

Die USA haben für Anfang August weitere Gespräche zwischen Israel und dem Libanon in Rom angekündigt. Ein Beamter des US-Außenministeriums teilte mit, dass die Vertreter beider Länder vom 4. bis 6. August über die vollständige Umsetzung des trilateralen Rahmenabkommens diskutieren sollen, das unter US-Vermittlung zustande kam. Der Fokus liege auf der Ausweitung des Pilotzonenprozesses, der Lösung offener Grenzfragen und der Ausarbeitung eines umfassenden Friedens- und Sicherheitsabkommens. Vergangene Woche waren im Südlibanon drei Pilotzonen eingerichtet worden, in denen die libanesischen Streitkräfte die Kontrolle übernehmen und die Hisbollah entwaffnen sollen, während sich die israelische Armee schrittweise zurückzieht.

UN-Menschenrechtskommissar fordert Israels Abzug aus dem Libanon

Der UN-Hochkommissar für Menschenrechte, Volker Türk, forderte das israelische Militär zum sofortigen Abzug aus dem Libanon auf. Bei einem Besuch im Libanon am Montag sagte er der Nachrichtenagentur AP, die großflächige Zerstörung ziviler Gebäude werfe erhebliche Fragen zur Einhaltung des humanitären Völkerrechts auf. Menschenrechtsorganisationen hatten Israel wegen der Zerstörung von Ortschaften sowie des Todes Dutzender medizinischer Helfer und Journalisten kritisiert. Die geplanten Gespräche in Rom finden in etwa einer Woche statt.

Trump: Gute Gespräche mit dem Iran – Ölpreis fällt

US-Präsident Donald Trump sprach von „guten Gesprächen“ mit dem Iran. An Bord der Air Force One sagte er: „Es besteht eine gute Chance, dass etwas zustande kommt.“ Er habe viel Zeit, sich dem Land zu widmen. Zugleich kündigte er an, den russischen Präsidenten Wladimir Putin auf Berichte anzusprechen, wonach Russland dem Iran Satellitenbilder amerikanischer Stützpunkte in der Golfregion zur Verfügung stelle. Trump spielte diese Berichte jedoch herunter: Falls Moskau solche Aufnahmen liefere, habe dies offenbar wenig bewirkt. Die Äußerungen ließen den Ölpreis fallen: Nordsee-Öl der Sorte Brent verbilligte sich um 8,2 Prozent, US-Leichtöl (WTI) um 7,6 Prozent.

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Iran dementiert Bitte um Gespräche – Vermittler melden Fortschritte

Der Iran wies Darstellungen zurück, wonach Teheran um Gespräche mit den USA gebeten habe. Außenamtssprecher Esmail Baghaei sagte, der Iran habe die Diplomatie nicht aufgegeben, aber „Berichte, wonach der Iran Verhandlungen mit den USA wünscht, sind erfunden.“ Über Vermittler würden weiterhin Nachrichten ausgetauscht. Unterdessen meldeten Vermittler unter Führung Katars und Pakistans Fortschritte. Ziel sei eine Rückkehr zu einer vorläufigen Waffenruhevereinbarung. Auch der Oman ist in die Gespräche eingebunden, insbesondere zur Regelung der Schifffahrt durch die Straße von Hormus.

Pentagon verschiebt Kriegsopfer in neue Kategorie – Wasserversorgung im Süden getroffen

Das US-Verteidigungsministerium änderte die offizielle Statistik zu den eigenen Verlusten. Vier getötete Soldaten und Dutzende Verwundete wurden aus der bisherigen Bilanz entfernt und in eine neue Kategorie „Overseas Operations“ aufgenommen. Ein US-Regierungsvertreter erklärte der AP, die tatsächliche Zahl der Verwundeten liege bei mehr als 500. Die neue Kategorie erfasst Opfer seit dem 7. Juli, als die Kämpfe um die Straße von Hormus neu aufflammten. Seit Kriegsbeginn am 28. Februar starben 14 US-Soldaten. Im Iran richteten die jüngsten US-Angriffe massive Schäden an der Wasserversorgung an. 18 Einrichtungen, darunter Meerwasserentsalzungsanlagen, wurden beschädigt, zehn vollständig zerstört. Auf der Insel Gheschm fiel eine Anlage aus, die 120.000 Menschen versorgte.

Saudi-Arabien fängt Drohnen ab – Huthi-Angriffe drosseln Schiffsverkehr

Die saudische Flugabwehr fing nach Regierungsangaben Drohnen aus dem Irak ab, die Ölanlagen im Osten und in Riad angreifen sollten. Die Drohnen seien von vom Iran unterstützten Milizen abgefeuert worden. Saudiarabien behalte sich das Recht auf Reaktion vor. Die jemenitische Huthi-Miliz reklamierte unterdessen Angriffe auf saudische Ölanlagen in Dschisan und Yanbu für sich. Der Schiffsverkehr durch die Meerenge Bab al-Mandab brach ein: Am Sonntag durchquerten nur elf Handelsschiffe die Meerenge – der niedrigste Stand seit Monaten, wie Daten des Analysehauses Kpler zeigten. Auch die Straße von Hormus blieb am Wochenende wenig befahren.

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Syrien strebt Sicherheitsabkommen mit Israel an – Pakistan sieht Indizien für US-Bodenoffensive

Der syrische Präsident Ahmed al-Scharaa sagte im Interview mit Al-Dschasira, Syrien strebe ein Sicherheitsabkommen mit Israel an, ohne jedoch den Anspruch auf die Golanhöhen aufzugeben. Er betonte, man vermeide Konfrontationen und erwäge keine militärischen Interventionen im Libanon. Pakistan, ein zentraler Vermittler im Iran-Krieg, sieht nach Informationen aus Sicherheitskreisen Indizien für eine mögliche begrenzte US-Bodenoffensive im Iran. Die Bewertung pakistanischer Geheimdienste stütze sich auf militärische Beobachtungen.

Iran setzt Angriffe aus – Ölpreis erholt sich leicht

Nach 13 aufeinanderfolgenden Nächten mit US-Luftangriffen pausierten die USA am Wochenende. Der Iran erklärte, die Angriffe ebenfalls auszusetzen, solange die USA dies täten. Ein ranghoher iranischer Insider sagte Reuters, die Position sei „Angriff für Angriff“. Allerdings überwiege Skepsis: „Die vorherrschende Meinung ist, dass die Pause eher taktischer Natur und nicht ernst gemeint ist.“ Der Ölpreis fiel nach der Angriffspause deutlich, Brent lag zeitweise bei rund 92 Dollar je Barrel – ein Minus von mehr als 5 Prozent. Zuvor hatte der Preis die 100-Dollar-Marke überschritten.