Der iranische Fußballverband hat offiziell Beschwerde beim Weltverband FIFA eingelegt. Grund sind die strengen Reisebeschränkungen, die die USA für die iranische Nationalmannschaft während der Fußball-Weltmeisterschaft verhängt haben. Der Verband kritisiert, dass diese Auflagen nicht mit dem Grundsatz der Chancengleichheit für alle teilnehmenden Teams vereinbar seien.
Knappe An- und Abreisezeiten
Die iranischen Spieler und Trainer durften zum Auftaktspiel gegen Neuseeland in Inglewood, Kalifornien, erst am Vortag anreisen. Auch für das für Sonntag geplante Spiel gegen Belgien wurde eine Anreise zwei Tage vor dem Spiel nicht genehmigt. Diese kurzen Zeitfenster erschweren die Vorbereitung und Erholung der Mannschaft erheblich.
Fehlende Visa für Teammitglieder
Bereits zuvor hatte es Kritik an den fehlenden Visa für mehrere Teammitglieder gegeben. So musste der iranische Tross in den USA ohne Pressesprecher, Spielanalysten und weitere wichtige Mitarbeiter auskommen. Dies beeinträchtigt die logistische und mediale Betreuung des Teams.
Politische Spannungen als Hintergrund
Infolge des Krieges und der anhaltenden politischen Spannungen zwischen dem Iran und den USA hatte der iranische Verband sein WM-Quartier ursprünglich in Arizona geplant, später aber nach Mexiko verlegt. Die Teilnahme unter den strengen Auflagen der US-Behörden gestaltet sich als äußerst schwierig. Der Verband sieht dadurch die Fairness des Turniers gefährdet und fordert die FIFA auf, für gleiche Bedingungen zu sorgen.



