Ein 21-jähriger Mann ist am Dienstag in einem ICE zwischen Augsburg und Ulm von einem unbekannten Fahrgast bespuckt und beleidigt worden. Die Bundespolizei hat die Ermittlungen aufgenommen und sucht nun Zeugen des Vorfalls.
Vorfall im Zug zwischen Augsburg und Ulm
Der Vorfall ereignete sich gegen 14:30 Uhr im Intercity-Express (ICE) auf der Strecke von Augsburg nach Ulm. Nach Angaben der Bundespolizeiinspektion Memmingen sprach der 21-Jährige einen Mann an, der im Zug stark nach Alkohol roch und offenbar unter Alkoholeinfluss stand. Daraufhin habe der Unbekannte den jungen Mann angespuckt und ihn mit beleidigenden Worten beschimpft.
Der Täter konnte nach dem Vorfall unerkannt entkommen. Er soll etwa 40 Jahre alt sein, eine kräftige Statur haben und mit einer dunklen Jacke bekleidet gewesen sein. Die Bundespolizei bittet nun um Mithilfe aus der Bevölkerung.
Bundespolizei sucht Zeugen
Die Beamten der Bundespolizeiinspektion Memmingen haben die Ermittlungen wegen Beleidigung und Körperverletzung aufgenommen. Zeugen, die den Vorfall beobachtet haben oder Hinweise auf den Täter geben können, werden gebeten, sich unter der kostenlosen Rufnummer 0800 6 888 000 zu melden.
Die Bundespolizei weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass aggressives Verhalten in Zügen konsequent verfolgt werde. „Solche Vorfälle sind für die betroffenen Reisenden unangenehm und nicht tolerierbar“, sagte ein Sprecher der Bundespolizei. „Wir setzen alles daran, die Täter zu ermitteln und zur Rechenschaft zu ziehen.“
Hintergrund: Aggressionen im Zugverkehr
Vorfälle wie dieser sind keine Seltenheit im deutschen Bahnverkehr. Laut einer Statistik der Bundespolizei wurden im Jahr 2023 insgesamt 4.567 Straftaten im Zusammenhang mit Körperverletzung in Zügen und Bahnhöfen registriert. Das entspricht einem Anstieg von rund 8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Alkohol spielt dabei häufig eine entscheidende Rolle.
Die Deutsche Bahn hat in den vergangenen Jahren verschiedene Maßnahmen ergriffen, um die Sicherheit in ihren Zügen zu erhöhen. Dazu gehören mehr Sicherheitspersonal, Videoüberwachung und Schulungen für das Zugpersonal. Dennoch kommt es immer wieder zu Zwischenfällen, die Reisende verunsichern.
Die Ermittlungen zu dem aktuellen Fall dauern an. Die Bundespolizei hofft, durch die Veröffentlichung des Vorfalls weitere Zeugen zu erreichen und den Täter schnell zu identifizieren.



