Der Iran hat die indirekten Gespräche mit den USA über eine Beilegung des anhaltenden Konflikts vorerst gestoppt. Grund dafür sind die jüngsten israelischen Militäraktionen im Libanon, wie die iranische Nachrichtenagentur Tasnim am Montag berichtete. Das iranische Verhandlungsteam habe den Austausch von Nachrichten über Vermittler ausgesetzt.
Neue Bedingungen für Wiederaufnahme der Gespräche
Laut Tasnim wird es erst dann wieder Verhandlungen zur Beendigung des seit drei Monaten andauernden Irankriegs geben, wenn der Iran seine Forderungen erfüllt sieht. Dazu gehören ein sofortiges Ende der israelischen Militäreinsätze im Gazastreifen und im Libanon sowie der vollständige Abzug Israels aus den besetzten Gebieten im Libanon.
Brüchige Waffenstillstände unter Druck
Die ohnehin fragilen Waffenstillstände in der Region geraten damit weiter unter Druck. Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi erklärte auf der Plattform X, ein Bruch der Feuerpause an einer Front sei ein Bruch an allen Fronten. Die USA und Israel seien für die Folgen verantwortlich.
Das israelische Militär forderte unterdessen die Bewohner der südlichen Vororte von Beirut zur Evakuierung auf und drohte mit neuen Angriffen, falls die Hisbollah-Miliz weiterhin Raketen abfeuere. Die Entwicklungen haben die Ölpreise massiv steigen lassen, während die Aktienmärkte weltweit nachgaben.



