Iran und USA: Abkommen zur Beendigung des Krieges kurz vor Unterzeichnung
Die Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran über eine Beendigung des Krieges stehen offenbar kurz vor dem Abschluss. Nach Angaben Pakistans, das zwischen den Konfliktparteien vermittelt, haben sich Vertreter aus Washington und Teheran auf einen endgültigen Text des Friedensabkommens verständigt. Pakistans Premierminister Shehbaz Sharif bestätigte dies auf der Plattform X. Pakistan arbeite nun eng mit beiden Seiten zusammen, um die nächsten Schritte zu finalisieren.
Unterzeichnung könnte in den kommenden Tagen erfolgen
Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi zeigte sich optimistisch, dass die Vereinbarung bald unterzeichnet werden kann. Im iranischen Staatsfernsehen erklärte er, die Unterzeichnung werde zunächst digital erfolgen, jede Seite unterschreibe remote. Danach werde die Vereinbarung bekannt gegeben. Dies könnte in den kommenden Tagen geschehen. Araghtschi betonte, er sei sehr zuversichtlich.
Inhalte des Abkommens
Der Entwurf sieht unter anderem die Aufhebung der US-Blockade iranischer Häfen vor. Die Seeblockade müsse vollständig aufgehoben werden, so Araghtschi. Zudem behandelt der Entwurf die strategisch wichtige Straße von Hormus. Der Iran habe die Entscheidung getroffen, dass die Verwaltung dieser Wasserstraße nicht mehr so sein werde wie zuvor. Details würden noch mit Oman besprochen. Fragen des iranischen Atomprogramms sollen innerhalb von 60 Tagen nach Unterzeichnung erörtert werden. Der Iran beharre darauf, angereichertes Uran im Land zu verdünnen.
VAE geben Milliarden für Iran frei
Insidern zufolge haben die Vereinigten Arabischen Emirate bereits mehr als drei Milliarden Dollar für den Iran freigegeben. Insgesamt hätten die VAE Zahlungen über zehn bis 20 Milliarden Dollar zugesagt. Im Gegenzug solle der Iran seine Angriffe auf den Golfstaat einstellen. Diese Entwicklung fällt in die Phase der Verhandlungen zwischen Washington und Teheran über ein Ende des Krieges.
Straße von Hormus: Künftig Gebühren?
Der Iran hat angekündigt, die Verwaltung der Straße von Hormus zu ändern. Außenminister Araghtschi erklärte, man werde nicht zu dem Status vor dem Krieg zurückkehren. Die Schifffahrtsstraße gehöre zum Iran und zum Oman. Der Iran werde für eine sichere Passage sorgen. Beobachter vermuten, dass der Iran künftig Gebühren für die Durchfahrt verlangen könnte, was zu höheren Ölpreisen weltweit führen würde.
Reaktionen aus Israel und Deutschland
Israels Verteidigungsminister Israel Katz warnte vor Zugeständnissen an den Iran. Er betonte, Israel erwarte, dass auch Sicherheitsbedenken berücksichtigt werden, etwa das iranische Raketenprogramm und die Unterstützung bewaffneter Gruppen. Die Bundesregierung sieht hingegen Chancen auf eine Verständigung. In Regierungskreisen hieß es, die letzten Tage hätten Fortschritte gebracht. Die G7-Staaten seien sich einig, dass der Iran sich nicht nuklear bewaffnen dürfe und die freie Schifffahrt durch die Straße von Hormus wieder gewährleistet werden müsse.
Hackerangriff und WM-Sorgen
Eine Iran-nahe Hackergruppe namens Handala behauptet, Drohnendaten des FBI erlangt zu haben, die für Angriffe auf die Fußball-Weltmeisterschaft genutzt werden könnten. Das FBI setzt Drohnen rund um die WM-Stadien ein. Die US-Firma Site bestritt jedoch, dass die veröffentlichten Bilder tatsächlich von gehackten Drohnen stammen. Handala hatte bereits im März Cyberangriffe auf US-Unternehmen für sich beansprucht.
Der iranische Fußballverband wirft Fifa-Präsident Gianni Infantino vor, Zusagen nicht eingehalten zu haben. Mehrere iranische Funktionäre erhielten keine US-Visa für die WM-Spiele. Infantino hatte zuvor uneingeschränkten Zugang versprochen. Das US-Außenministerium begründete die Ablehnungen mit Sicherheitsbedenken. Die iranische Mannschaft musste ihr Trainingslager von Arizona nach Mexiko verlegen.



