Einigung zwischen Iran und den USA: Ein tragfähiger Kompromiss?
Washington und Teheran haben sich vorerst auf ein Kriegsende verständigt. Im Interview mit dem Tagesspiegel analysiert Sicherheitsexperte Klemens H. Fischer die Tragfähigkeit dieser Absichtserklärung und die nächsten Schritte.
Die wirtschaftliche Dimension des Abkommens
Laut Fischer handelt es sich um einen tragfähigen Kompromiss, der vorwiegend wirtschaftliche Fragen umfasst. Im Zentrum stehen die ungehinderte Durchfahrt durch die Straße von Hormus und als Gegengeschäft das Ende vieler US-Sanktionen gegen den Iran.
Zeitplan für weitere Verhandlungen
Beide Seiten haben sich 60 Tage Zeit gegeben, um weitere Details auszuhandeln. Diese Frist soll auch genutzt werden, um eine Vereinbarung in der Atomfrage zu erzielen. Fischer betont, dass Zeit gewonnen wurde, um eine umfassende Lösung zu finden.
Wer kann sich als Sieger fühlen?
Der Experte erklärt, dass beide Seiten Zugeständnisse machen mussten. Die USA hätten einsehen müssen, dass militärische Optionen nicht zielführend sind, während der Iran wirtschaftliche Erleichterungen erhält. Langfristig werde sich zeigen, ob der Deal Bestand hat.



