Iran-USA vor Übergangsdeal in der Straße von Hormus?
Iran und USA vor Übergangsdeal in Hormusstraße?

Die USA und der Iran stehen einem Medienbericht zufolge kurz vor einem Übergangsabkommen, das die Lage in der strategisch wichtigen Straße von Hormus entschärfen könnte. Laut Informationen der „Augsburger Allgemeinen“ vom Donnerstag sollen beide Seiten in indirekten Gesprächen eine Einigung erzielt haben, die einen sofortigen Stopp der iranischen Angriffe auf Handelsschiffe vorsieht. Im Gegenzug würden die USA auf neue Sanktionen verzichten und bereits verhängte Strafmaßnahmen teilweise aussetzen.

Hintergrund der Eskalation

Die Straße von Hormus ist eine der meistbefahrenen Ölrouten der Welt. Rund 20 Prozent des globalen Ölverbrauchs werden durch diese Meerenge transportiert. Seit Monaten eskaliert die Lage: Iranische Revolutionsgarden haben wiederholt Tanker attackiert, Minen gelegt und Drohnen eingesetzt. Die USA reagierten mit der Entsendung von Kriegsschiffen und verstärkten Sanktionen. Der Konflikt hatte zuletzt die Ölpreise in die Höhe getrieben und weltweit Ängste vor einer Versorgungskrise geschürt.

Details des möglichen Deals

Nach Angaben des Berichts, der sich auf nicht genannte Diplomatenkreise stützt, sieht das Übergangsabkommen eine mehrstufige Umsetzung vor. In einer ersten Phase sollen die iranischen Angriffe auf zivile Schiffe gestoppt werden. Die USA verpflichten sich im Gegenzug, auf neue Sanktionen zu verzichten und die Umsetzung bestehender Strafmaßnahmen auszusetzen. In einer zweiten Phase sollen Gespräche über das umstrittene iranische Atomprogramm wieder aufgenommen werden. Ein Zeitrahmen wurde jedoch nicht genannt.

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Reaktionen und Ausblick

Experten sehen in dem möglichen Deal eine Chance zur Deeskalation, warnen aber vor überzogenen Erwartungen. „Ein Übergangsabkommen wäre ein erster Schritt, aber es ist fraglich, ob es langfristig trägt“, zitiert der Bericht den Nahost-Experten Michael Lüders. Auch die europäischen Verbündeten der USA reagierten verhalten optimistisch. Die Bundesregierung begrüßte die Bemühungen, betonte jedoch die Notwendigkeit einer dauerhaften Lösung.

Der Iran selbst hat sich bislang offiziell nicht geäußert. Allerdings signalisierten ranghohe Vertreter der Führung in Teheran in den vergangenen Tagen Gesprächsbereitschaft. Die USA hatten mehrfach betont, dass sie eine militärische Konfrontation vermeiden wollen. Ein Erfolg des Deals könnte nun die Ölpreise stabilisieren und die globale Wirtschaft entlasten.

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