Iran wirft USA „rachsüchtiges Verhalten“ bei Visavergabe für WM vor
Iran wirft USA rachsüchtiges Verhalten bei WM-Visa vor

Der iranische Fußballverband (IFF) hat den Vereinigten Staaten vorgeworfen, die angespannten politischen Beziehungen zwischen beiden Ländern auf die Visavergabe für die bevorstehende Fußball-Weltmeisterschaft zu übertragen. In einer offiziellen Stellungnahme bezeichnete der IFF das Vorgehen der USA als „rachsüchtiges Verhalten“, da leitenden und administrativen Mitgliedern der iranischen WM-Delegation die Einreise verweigert worden sei.

14 Funktionäre ohne Visum

Nach Angaben des IFF haben insgesamt 14 Funktionäre und Mitarbeiter kein Visum erhalten, darunter der Vizepräsident des Verbandes. Diese Entscheidung habe dem iranischen Team die Möglichkeit genommen, unter gleichen Bedingungen anzutreten und einen diskriminierungsfreien Wettbewerb zu gewährleisten. Zuvor hatte Iran aufgrund des anhaltenden Konflikts mit den USA bereits sein Trainingscamp nach Mexiko verlegt, um logistische Probleme zu vermeiden.

US-Außenminister äußert sich

US-Außenminister Marco Rubio hatte Anfang der Woche erklärt, man werde die iranische Reisegruppe genau überwachen. „Wir haben kein Problem mit den Sportlern oder den Mitarbeitern“, betonte Rubio. Allerdings wolle man nicht zulassen, dass Personen mit Verbindungen zu den Revolutionswächtern oder ähnlichen Organisationen ins Land kommen, die nichts mit dem Sport zu tun hätten. Diese Aussagen untermauern die iranischen Vorwürfe einer politisch motivierten Visaverweigerung.

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Spielplan der iranischen Nationalmannschaft

Die iranische Nationalmannschaft wird ihre Gruppenspiele in Kalifornien und Washington austragen. Am 15. Juni trifft das Team im kalifornischen Inglewood auf Neuseeland, gefolgt von der Begegnung gegen Belgien am 21. Juni. Zum Abschluss der Gruppenphase reist die Mannschaft nach Seattle. Sollten beide Teams in ihren jeweiligen Gruppen den zweiten Platz belegen, könnte es am 3. Juli in Arlington, Texas, zu einem direkten Duell zwischen Iran und den USA kommen. Dies würde die politischen Spannungen zusätzlich verschärfen.

Reaktionen und Ausblick

Die iranischen Vorwürfe haben internationale Aufmerksamkeit erregt. Experten sehen darin eine weitere Eskalation der bilateralen Beziehungen, die bereits durch den Krieg belastet sind. Der IFF kündigte an, rechtliche Schritte gegen die US-Entscheidung zu prüfen. Die FIFA hat sich bislang nicht offiziell zu dem Fall geäußert, doch Beobachter erwarten, dass der Weltverband vermitteln könnte, um einen fairen Wettbewerb zu gewährleisten. Die WM in den USA, Kanada und Mexiko steht somit bereits vor dem Anpfiff im Schatten politischer Kontroversen.

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