Israel greift 150 Hisbollah-Ziele an: Eskalation im Libanon
Israel greift 150 Hisbollah-Ziele an: Eskalation

Israel greift 150 Hisbollah-Stellungen im Libanon an

Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben binnen 48 Stunden rund 150 Ziele der Hisbollah-Miliz im Süden des Libanon angegriffen. Dabei seien Waffenlager, Kommandozentralen und Raketenabschussvorrichtungen ins Visier genommen worden, teilte das Militär am Samstag mit. Die Angriffe richteten sich gegen die Terrororganisation Hisbollah, betonte das Militär.

Bei einem israelischen Angriff wurden nach Angaben der libanesischen Armee drei Soldaten getötet. Das israelische Militär erklärte, das angegriffene Fahrzeug habe sich „verdächtig bewegt“ in einer „aktiven Kampfzone“. Der Vorfall werde geprüft. Der libanesische Präsident Joseph Aoun verurteilte den Angriff und forderte ein Ende der „israelischen Aggression“.

Waffenruhe-Vereinbarung in Washington

Israel und die libanesische Regierung hatten sich am Mittwoch bei Gesprächen in Washington auf die Umsetzung einer Waffenruhe geeinigt. Es sollten bestimmte „Testgebiete“ unter „exklusiver Kontrolle“ der libanesischen Armee geschaffen werden. Die Umsetzung hänge jedoch von der Einstellung der Angriffe der Hisbollah ab. Die von Teheran unterstützte Miliz lehnt die Vereinbarung ab. Der Iran besteht darauf, den Libanon in ein mögliches Abkommen mit den USA einzubeziehen.

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Pakistan vermittelt zwischen Iran und USA

Pakistans Innenminister Mohsin Naqvi ist zu einem Vermittlungsbesuch nach Teheran gereist. Ziel sei es, den Dialog zwischen dem Iran und den USA zu fördern, hieß es aus pakistanischen Sicherheitskreisen. Naqvi gilt als enger Vertrauter des Armeechefs Asim Munir, dem gute Kontakte zu US-Präsident Donald Trump nachgesagt werden. Der Besuch folgt auf ein Treffen mit seinem iranischen Amtskollegen in Kirgistan.

Neue Luftschläge in der Golfregion

Trotz geltender Waffenruhe haben sich die USA und der Iran in der Golfregion erneut angegriffen. Das US-Militär wehrte nach eigenen Angaben sechs vom Iran auf Kuwait und Bahrain abgefeuerte ballistische Raketen ab. Zuvor hatte das US-Militär vier iranische Drohnen abgewehrt und Radarstellungen im Iran attackiert. Die iranischen Revolutionsgarden teilten mit, man habe als Reaktion Stützpunkte des Feindes attackiert. In Kuwait und Bahrain wurde Raketenalarm ausgelöst.

Iran droht mit Schließung der Straße von Hormus

Die iranischen Revolutionsgarden drohen mit einer vollständigen Schließung der Straße von Hormus für Öl- und Gasexporte. Die USA würden für die Folgen verantwortlich gemacht, sollten ihre „Machenschaften“ andauern. Das US-Militär weist iranische Angaben zurück, wonach das Hauptquartier der Fünften Flotte in Bahrain beschädigt worden sei.

Iran warnt Nachbarn vor Unterstützung der USA

Der Iran hat die Nachbarstaaten davor gewarnt, ihr Territorium für US-Militäroperationen zur Verfügung zu stellen. „Die Länder der Region sollten den Grundsatz guter Nachbarschaft beachten“, erklärte das Außenministerium. Hintergrund sind US-Angriffe auf Radaranlagen im Süden des Iran. Der Iran forderte den UN-Sicherheitsrat auf, gegen die „offensichtliche Verletzung der Waffenruhe“ vorzugehen.

Israel ruft Bewohner im Südlibanon zur Evakuierung auf

Die israelische Armee hat die Bewohner von fünf Ortschaften im Südlibanon zur sofortigen Evakuierung aufgefordert. Sie sollten sich nördlich des Flusses Sahrani begeben. Der Evakuierungsbefehl wurde mit Verstößen der Hisbollah gegen die Waffenruhe begründet. Hisbollah-Chef Naim Kassim hatte die Vereinbarung abgelehnt.

Libanesischer Armeechef reist nach Pakistan

Der Kommandeur der libanesischen Armee, General Rudolf Haykal, ist zu einem Besuch nach Pakistan aufgebrochen. Pakistan fungiert derzeit als Vermittler in den Bemühungen, den Konflikt zwischen den USA, Israel und dem Iran zu beenden.

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Iran verlangt Freigabe eingefrorener Vermögenswerte

Die Verhandlungen mit den USA sind nach Worten des Militärberaters von Irans oberstem Führer, Mohsen Resai, wegen eines Streits um eingefrorene iranische Vermögenswerte ins Stocken geraten. „Wenn US-Präsident Donald Trump eine Einigung mit Teheran wolle, seien diese 24 Milliarden Dollar ein Test“, sagte Resai. Teheran macht eine Einigung von der Freigabe eines Teils dieser Gelder abhängig.

Israelische Siedler greifen palästinensischen Ort an

Gewalttätige israelische Siedler haben den palästinensischen Ort Huwara im Westjordanland angegriffen. Neun Palästinenser wurden verletzt, Autos zerstört und Schafe gestohlen. Unter den Verletzten ist ein Gemeinderat. Dutzende Siedler hätten das Rathaus und mehrere Häuser angegriffen, berichtete eine Gemeindesprecherin.

Baby stirbt nach israelischem Armeeeinsatz

Ein sieben Monate altes palästinensisches Baby ist nach Schüssen eines israelischen Soldaten auf ein Fahrzeug im Westjordanland gestorben. Das Militär erklärte, die Soldaten hätten das Fahrzeug als Bedrohung wahrgenommen. Die Umstände würden untersucht. Die Armee bedauere zutiefst jeglichen Schaden, der unbeteiligten Personen zugefügt werde.

UN: Humanitärer Bedarf im Libanon steigt

Die Vereinten Nationen rufen zu zusätzlichen Hilfen im Umfang von 331,5 Millionen US-Dollar für den Libanon auf. Der Gesamtbedarf steige auf rund 640 Millionen Dollar. Es gehe um eine „Investition in Frieden, Stabilität und Menschlichkeit“, sagte der Koordinator für humanitäre Hilfe. Nach UN-Angaben wurden mehr als 3500 Menschen getötet und über 10.000 verletzt. Fast eine Million Menschen wurden vertrieben.