Nato-Gipfel in Ankara: Trumps Zweifel an Bündnissolidarität zerstreuen
Nato-Gipfel will Trumps Zweifel an Bündnissolidarität zerstreuen

Nato-Gipfel in Ankara: Europäer werben um Trump

Ab Dienstag treffen sich die Staats- und Regierungschefs der Nato in Ankara zu einem entscheidenden Gipfel. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie die Europäer die Zweifel von US-Präsident Donald Trump an der Bündnissolidarität ausräumen können. Trump hatte wiederholt infrage gestellt, ob die USA im Ernstfall tatsächlich 400.000 Soldaten über den Atlantik schicken würden, wenn die europäischen Partner nicht mehr zur Lastenteilung beitragen.

Den Haag: Europäer sagten mehr Lasten zu

Bereits vor einem Jahr in Den Haag hatten die Europäer den USA zugesagt, mehr Verantwortung zu übernehmen. Diese Zusage soll nun in Ankara mit konkreten Maßnahmen untermauert werden. Drei Hauptargumente sollen Trump überzeugen: Erstens die Erhöhung der Verteidigungsausgaben, zweitens die Schaffung neuer militärischer Fähigkeiten und drittens die verstärkte Beteiligung an internationalen Missionen.

Friedrich Merz: Ohne Trump gäbe es Nato nicht mehr

Der CDU-Vorsitzende Friedrich Merz betonte, dass die Nato in ihrer jetzigen Form ohne Trumps Druck nicht mehr existieren würde. „Ohne sein Zutun gäbe es die Nato in ihrer jetzigen Form nicht mehr“, sagte Merz. Die Verfassungsänderung in Deutschland, die die Rüstungsausgaben von der Schuldenbremse ausnahm, habe den Weg zum Gipfelerfolg von Den Haag geebnet.

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Drei Argumente für Trump

Die Europäer setzen auf drei zentrale Argumente: Die Steigerung der Verteidigungsausgaben auf zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts, die Entwicklung gemeinsamer Rüstungsprojekte und die Entsendung von Truppen für Nato-Missionen. Diese Punkte sollen Trump zeigen, dass die Europäer bereit sind, mehr Lasten zu tragen.

Auswirkungen auf das Bündnis

Sollte der Gipfel erfolgreich verlaufen, könnte dies die transatlantischen Beziehungen nachhaltig stärken. Ein Scheitern hingegen würde die Glaubwürdigkeit der Nato gefährden und die Zweifel an der Bündnissolidarität weiter vertiefen. Die Europäer hoffen, dass Trump die Fortschritte anerkennt und seine Drohungen zurücknimmt.

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