Nato baut Präsenz an Nordostflanke in Schweden und Finnland aus
Nato verstärkt Präsenz in Schweden und Finnland

Nato verstärkt Nordostflanke: Neue Einheiten in Schweden und Finnland

Die Nato hat ihre militärische Präsenz in Schweden und Finnland deutlich ausgebaut. Am Samstag begannen neu geschaffene Einheiten in den beiden nordischen Ländern ihren offiziellen Einsatz, wie die Militärallianz mitteilte. Die sogenannten Forward Land Forces (FLF) umfassen eine Kampfgruppe im schwedischen Boden sowie ein multinationales Hauptquartier in Rovaniemi in Finnland. Diese Region wird von der Nato als eine der strategisch bedeutendsten eingestuft, mit einem Umfeld, das zu den schwierigsten der Welt zählt, erklärte der Oberbefehlshaber der Nato-Truppen in Europa, US-General Alexus Grynkewich.

Hintergrund der Nato-Erweiterung

Die Entscheidung zur Schaffung der Forward Land Forces in Finnland war bereits 2024 beim Nato-Gipfel in Washington getroffen worden. Das lange bündnisfreie Finnland, das eine mehr als 1300 Kilometer lange Grenze zu Russland teilt, war der Nato im April 2023 beigetreten. Grund für diese historische Kehrtwende war der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine. Auch Schweden gab aufgrund des Ukraine-Kriegs seine traditionelle Neutralität auf und trat 2024 der Nato bei.

Ukrainische Drohnenangriffe auf Russland

Am letzten Tag des internationalen Wirtschaftsforums in St. Petersburg haben die ukrainischen Streitkräfte die Millionenstadt erneut unter massiven Beschuss genommen. Gouverneur Alexander Beglow und der Zivilschutz informierten die Bevölkerung über einen großangelegten Angriff durch militärische Drohnen. Die Flugabwehr sei aktiv gewesen. Bereits am ersten Tag des Wirtschaftsforums am Mittwoch hatten sich nach einem Angriff auf eine Ölraffinerie schwarze Rauchwolken über der Altstadt gebildet, die zum Weltkulturerbe der Unesco gehört.

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Ukraine entschuldigt sich bei Griechenland

Mehrere Tage nach einer griechischen Protestnote hat sich das ukrainische Außenministerium für den Fund einer sprengstoffbeladenen Seedrohne vor der Ferieninsel Lefkada im Ionischen Meer entschuldigt. „Die ukrainische Seite entschuldigt sich für den Vorfall und betont, dass dieser auf Umstände zurückzuführen sei, die durch die anhaltende russische Aggression gegen die Ukraine verursacht wurden“, schrieb Außenamtssprecher Heorhij Tychyj auf der Plattform X. Dies zeige, dass der andauernde russische Krieg gegen die Ukraine auch eine Bedrohung für benachbarte europäische Staaten und die Welt darstelle. Gleichzeitig bedankte sich Kyjiw für die seit Kriegsbeginn 2022 von Griechenland gewährte Unterstützung.

Bereits im Mai entdeckten Fischer vor der griechischen Mittelmeerinsel Lefkada ein etwa sechs Meter langes unbemanntes Boot mit laufendem Motor. Auf dem von den Behörden als ukrainisch identifizierten Boot wurden rund 100 Kilogramm Sprengstoff entdeckt. Die Küstenwache machte den Sprengsatz mit einer kontrollierten Explosion unschädlich. In seiner Protestnote sprach Athen von einer Gefährdung der maritimen Sicherheit und einem Risiko für Zivilisten und verlangte von Kiew eine offizielle Stellungnahme.

Schwerer Zwischenfall am AKW Saporischschja

Bei einem schweren Zwischenfall nahe dem ukrainischen Atomkraftwerk Saporischschja sind nach Angaben der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) russische Soldaten verletzt worden. Der Vorfall habe sich während der Minenräumung im Rahmen einer lokalen Waffenruhe ereignet. Russland warf der Ukraine vor, die von der IAEA vermittelte Feuerpause mit einem Angriff gebrochen zu haben. Die ukrainische Seite teilte der Behörde hingegen mit, sie halte an der Vereinbarung fest. IAEA-Chef Rafael Grossi rief zu maximaler militärischer Zurückhaltung und der vollständigen Einhaltung der Waffenruhe auf.

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Weitere Entwicklungen im Ukraine-Krieg

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU), Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und der britische Regierungschef Keir Starmer kommen am Sonntagabend in London mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zusammen. Bei dem Treffen soll es um die weitere Unterstützung der Ukraine und den verstärkten Druck auf Russland gehen. Die ukrainische Rüstungsindustrie wird als dauerhafte Quelle wirtschaftlicher Stärke gesehen, wie Finanzminister Serhij Martschenko auf dem Jahrestreffen der EBWE in Riga betonte. Die Grünen-Chefin Franziska Brantner forderte Kanzler Merz auf, Russlands Schattenflotte auf der Ostsee festzusetzen, um die Finanzierung des Krieges zu unterbinden.