Rahmenabkommen im Iran-Krieg am Trumps Geburtstag verkündet
Rahmenabkommen im Iran-Krieg verkündet

An Donald Trumps 80. Geburtstag haben die USA und der Iran ein Rahmenabkommen zur Beilegung des Krieges verkündet. Die Einigung, die nach wochenlangen Verhandlungen zustande kam, wurde von der US-Regierung, dem Iran und dem Vermittler Pakistan bestätigt. Sie soll die Grundlage für weitere Gespräche bilden, unter anderem über das iranische Atomprogramm. Nur wenige Stunden zuvor hatte der Konflikt noch eine erneute Eskalation erlebt.

Details des Rahmenabkommens

Der genaue Wortlaut des Abkommens wurde zunächst nicht veröffentlicht. Unterzeichnet werden soll es am Freitag in Genf. Pakistans Premierminister Shehbaz Sharif erklärte, beide Seiten hätten die sofortige und endgültige Einstellung aller Militäroperationen vereinbart, auch im Konflikt zwischen Israel und der Hisbollah im Libanon.

Ein zentraler Punkt war die Straße von Hormus, die für den globalen Öl- und Gasmarkt von großer Bedeutung ist. Sie soll erst nach der Unterzeichnung des Abkommens wieder für die Schifffahrt geöffnet werden, wie Trump mitteilte. Zuvor war eine sofortige Öffnung in Betracht gezogen worden, doch Minenräumarbeiten machten dies unmöglich.

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Reaktionen der Märkte

Die Ölpreise fielen nach Bekanntwerden der Einigung deutlich. Auch die Börsen in Japan, China und Südkorea verzeichneten Kursgewinne. Im Gegenzug für das Einlenken des Irans in der Straße von Hormus ordnete Trump die Aufhebung der US-Seeblockade iranischer Häfen an, die Teheran von Ölexporteinnahmen abschneiden sollte.

Unterzeichnung in Genf

Die USA planen, bei der Unterzeichnung in der Schweiz hochrangig vertreten zu sein. Vizepräsident JD Vance kündigte seine Teilnahme an, während Trump selbst möglicherweise ebenfalls anwesend sein könnte, da er bereits zum G7-Gipfel in Évian reist. Von iranischer Seite werden Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf oder Außenminister Abbas Araghtschi erwartet.

Herausforderungen für den Frieden

Das Abkommen ist nur ein erster Schritt. Offene Fragen wie das Atomprogramm, die Unterstützung iranischer Verbündeter und das Raketenarsenal bleiben ungelöst. Experten warnen vor verfrühtem Optimismus. Die Einigung sei kein Ende des Krieges, sondern ein Zwischenschritt.

Europäische Unterstützung

Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Italien boten Hilfe bei der Wiederöffnung der Straße von Hormus an, einschließlich einer defensiven Mission zur Minenräumung. Bundeskanzler Friedrich Merz forderte eine zügige Umsetzung und weitere Verhandlungen, um das iranische Atomprogramm zu beenden.

Gefahr durch Israel und Hisbollah

Der Deal stand kurz vor dem Scheitern, als Israel und die Hisbollah erneut angriffen. Trump rief zur Zurückhaltung auf. Laut Vance verhinderte die Einigung einen schweren iranischen Angriff auf Israel. Der Iran hatte zuvor die Gespräche infrage gestellt, nachdem Israel Vororte von Beirut angegriffen hatte. Eine Hauptbedingung Teherans war die Beendigung der Kämpfe an allen Fronten, auch im Libanon.

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