Drei Monate nach den Schüssen auf zwei Brüder in Berlin-Kreuzberg hat die Polizei einen Tatverdächtigen festgenommen. Wie die Polizei mitteilte, wurde der 38-Jährige am Montagnachmittag im Ortsteil Schöneberg gefasst. Der Beschuldigte befindet sich in Untersuchungshaft. Den Angaben zufolge wird nun weiter gegen den Mann ermittelt.
Hintergründe der Tat
Im März waren die damals 25 und 31 Jahre alten Brüder in der Böckhstraße durch mehrere Schüsse verletzt worden. Laut Polizei waren die beiden Männer zuvor mit einer bisher unbekannten Gruppe in Streit geraten. Demnach flüchteten daraufhin drei Männer vom Tatort. Die genauen Umstände des Streits sind noch unklar, die Ermittlungen dauern an.
Zunehmende Gewaltkriminalität in Berlin
Seit längerem macht die zunehmende Gewaltkriminalität mit Schusswaffen der Polizei Sorgen. Das Landeskriminalamt hatte im November 2025 die Sondereinheit „Ferrum“ (lateinisch für „Eisen“) ins Leben gerufen. Auch die Staatsanwaltschaft setzte eine spezielle Ermittlungsgruppe „Telum“ (lateinisch für „Angriffswaffe“) ein. Diese Maßnahmen sollen helfen, die steigende Zahl von Schusswaffendelikten in der Hauptstadt einzudämmen.
Die Festnahme des 38-Jährigen ist ein erster Erfolg für die Ermittler. Die Polizei prüft nun, ob der Mann Verbindungen zu weiteren Vorfällen hat. Die beiden verletzten Brüder konnten inzwischen aus dem Krankenhaus entlassen werden, sie sind auf dem Wege der Besserung.



