Nach dem Tod des republikanischen US-Senators Lindsey Graham hat Gouverneur Henry McMaster aus South Carolina dessen Schwester Darline Graham Nordone zur vorübergehenden Nachfolgerin ernannt. Nordone wird den Senatssitz für die verbleibenden Monate der Amtszeit übernehmen, die im Januar endet. Ihre Vereidigung ist für Mittwoch geplant. Damit wird sie die erste Frau, die den Bundesstaat im US-Senat vertritt.
Erste Frau aus South Carolina im Senat
„Lindsey war immer für mich da. Und jetzt werde ich für ihn da sein“, sagte Nordone in einer Pressekonferenz. Ihr Bruder, ein enger Verbündeter von US-Präsident Donald Trump, war am Samstag im Alter von 71 Jahren unerwartet gestorben. Laut vorläufigem Bericht der Gerichtsmedizin war ein Riss in der Aorta die Todesursache.
Die Ernennung erfolgte am Montag, nur zwei Tage nach Grahams Tod. Nordone wird die Interessen South Carolinas im Senat vertreten, bis bei den Zwischenwahlen im November ein neuer Senator gewählt wird.
USA gehen gegen Internationalen Strafgerichtshof vor
Die US-Regierung hat angekündigt, den Internationalen Strafgerichtshof (IStGH) mit einer diplomatischen und wirtschaftlichen Kampagne zu schwächen. US-Außenminister Marco Rubio erklärte am Montag, Ziel sei es, eine aus Sicht der USA vom Gericht ausgehende Bedrohung für die eigene Souveränität abzuwenden. Das Außenministerium teilte mit, es würden keine diplomatischen Optionen ausgeschlossen, um US-Bürger vor dem Gericht zu schützen.
Einem Insider im Ministerium zufolge prüft die Regierung unter anderem Einreiseverbote, den Entzug von Visa sowie schärfere Sanktionen gegen den IStGH und nahestehende Organisationen. Der Gerichtshof lehnte eine Stellungnahme zu den Plänen ab.
Neue Sanktionen gegen kubanische Einrichtungen
Die USA haben ihre Sanktionen gegen staatliche Einrichtungen Kubas ausgeweitet. Neu gelistet wurden das Tourismusministerium, eine staatliche Außenhandelsgesellschaft, eine Hafen- und Schifffahrts-Holding sowie mehrere weitere staatliche Einrichtungen und Organisationen, wie das US-Finanzministerium mitteilte. US-Bürger und -Unternehmen dürfen keine Geschäfte mehr mit den betroffenen Organisationen tätigen; Vermögenswerte in den USA werden eingefroren.
Neben Wirtschaftsakteuren setzte Washington auch zwei regierungsnahe Organisationen auf die Sanktionsliste: die Rapid Response Brigades, die laut Menschenrechtsorganisationen wiederholt gegen regierungskritische Demonstranten eingesetzt wurden, und die Milicias de Tropas Territoriales, freiwillige Territorialmilizen.
Trump investiert Kryptogewinne in Aktien und Anleihen
US-Präsident Donald Trump hat Einnahmen aus den Kryptoprojekten seiner Familie offenbar in großem Umfang in klassische Aktien und Anleihen investiert. Dies geht aus einer Analyse seiner Finanzberichte der letzten zwei Jahre durch die Nachrichtenagentur Reuters hervor. Während Kleinanleger bei den von Trump und seinen Söhnen beworbenen Krypto-Projekten teils hohe Verluste erlitten, nutzte Trump demnach Kryptoeinnahmen, um sie in traditionellere Anlagen zu investieren.
Laut Reuters-Analyse hat sich Trumps Portfolio aus Aktien und Anleihen im Jahr 2025 in etwa vervierfacht. Den am Montag veröffentlichten Offenlegungen zufolge stieg der Wert dieser Anlagen auf 703 Millionen bis 2,6 Milliarden Dollar Ende 2025 von 225 Millionen bis 608 Millionen Dollar Ende 2024.
Weitere Entwicklungen aus den USA
In weiteren Nachrichten: Die USA haben einen geordneten Machtwechsel in Kolumbien angemahnt, eine neue Brücke zwischen den USA und Kanada soll Ende Juli öffnen, und Trump hat ein Wohnungsbaugesetz nicht unterzeichnet, um Druck für seine Wahlrechtsreform zu machen. Zudem wurde ein geplanter Anschlag auf eine Veranstaltung zu Trumps Geburtstag vereitelt, und acht Männer wurden angeklagt.



