England-Legende Shearer zweifelt an WM-Schiedsrichter Elfath
Shearer zweifelt an WM-Schiri Elfath

Die Schiedsrichter bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 sorgen für anhaltende Diskussionen. Vor dem zweiten Halbfinale zwischen England und Argentinien wachsen die Zweifel an der Qualität der Unparteiischen. Besonders der Einsatz von Ismail Elfath aus dem Gastgeberland USA sorgt für Unmut bei den Engländern. Der 44-Jährige wird die brisante Partie leiten – es ist bereits sein viertes Spiel bei diesem Turnier.

Elfaths bisherige WM-Bilanz

Ismail Elfath, ursprünglich aus Marokko stammend und seit 2012 Schiedsrichter in der nordamerikanischen Major League Soccer (MLS), hat bei dieser WM bislang sieben Gelbe Karten, eine Rote Karte und zwei Elfmeter verhängt. Er leitete die Spiele Niederlande gegen Japan, Spaniens Sieg gegen Uruguay sowie die Partie, in der Norwegen Brasilien aus dem Turnier warf. DFB-Schiedsrichter Felix Zwayer musste nach nur zwei Einsätzen abreisen, während Elfath weiterhin im Turnier bleibt.

Shearers Bedenken

Die englische Fußballlegende Alan Shearer, heute als Experte tätig, äußerte gegenüber Betfair deutliche Kritik: „Ich bin etwas besorgt, dass uns eine Schiedsrichterentscheidung oder der VAR gegen Argentinien den Sieg kosten könnte, denn ich denke, die Herangehensweise der Schiedsrichter und des VAR hat sich seit Beginn des Turniers bis jetzt massiv verändert.“ Besonders die Rücknahme eines ägyptischen Tores im Spiel gegen Argentinien bezeichnete Shearer als falsch: „Ich hielt das für Unsinn. Das ist schon ein bisschen beunruhigend, wenn man gegen sie spielt.“ Zuvor hatten sich bereits die Ägypter über eine angebliche Bevorzugung des Titelverteidigers beschwert, jedoch ohne konkrete Belege.

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Messi und Elfath: Eine besondere Beziehung

Elfath pfiff bereits mehrfach Spiele mit Lionel Messi, darunter das Finale des Leagues Cup 2023 mit Inter Miami und das WM-Finale 2022, bei dem er jedoch nur vierter Offizieller war. In all diesen Partien ging Messi als Sieger vom Platz. Englische Medien bezeichnen Elfath daher als „Messis Lieblingsschiedsrichter“ und kritisieren die Ansetzung für das Halbfinale.

Wer pfeift das Finale?

Von den ursprünglich 50 nominierten Schiedsrichtern sind laut übereinstimmenden Medienberichten nur noch 13 im WM-Quartier der FIFA verblieben. Einige Schiedsrichter mussten aufgrund des Erfolgs ihrer eigenen Nationalmannschaft abreisen: Die Engländer Michael Oliver und Anthony Taylor sowie der Argentinier Facundo Tello wurden nach Hause geschickt, da sie aufgrund von Interessenkonflikten weder ihr eigenes Land noch aufgrund der politischen Rivalität (Falklandkrieg 1982) Spiele Argentiniens leiten dürfen. Da England und Argentinien im Halbfinale aufeinandertreffen, wird eine der beiden Nationen im Finale vertreten sein – was die Auswahl des Final-Schiedsrichters beeinflusst.

Sollte Argentinien ins Finale einziehen, dürften weder europäische noch südamerikanische Schiedsrichter das Endspiel leiten, um eine Bevorzugung des eigenen Kontinentalverbands zu vermeiden. In diesem Fall gilt Alireza Faghani aus dem Iran, der seit 2023 für den australischen Verband pfeift, als Top-Kandidat. Der 48-Jährige leitete bislang drei WM-Spiele, darunter das Achtelfinale zwischen Mexiko und England. Er pfiff zudem das Finale der Klub-WM 2023 zwischen dem FC Chelsea und Paris St. Germain. Sollte England das Finale erreichen und dort auf Spanien treffen, wäre ein europäischer Schiedsrichter möglich – noch im Quartier sind der Slowene Slavko Vincic und der Pole Szymon Marciniak.

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