Razzia wegen Terrorverdachts: 25-Jähriger in Gewahrsam
Nach einer Razzia wegen Terrorverdachts in den Städten Remscheid und Solingen bleibt ein 25-jähriger Syrer vorerst in Gewahrsam. Das Amtsgericht in Solingen habe der Maßnahme für einen Zeitraum von 14 Tagen zugestimmt, wie eine Sprecherin der Generalstaatsanwaltschaft in Düsseldorf mitteilte.
Kein Haftbefehl, aber Anfangsverdacht
Die Verdachtslage reiche derzeit für einen Haftbefehl und eine Untersuchungshaft nicht aus. Der 25-Jährige, der bislang nicht vorbestraft ist, habe sich in seiner Vernehmung widersprüchlich geäußert. Die Ermittler gehen einem Terrorverdacht im Frühstadium nach. Es gebe Anhaltspunkte dafür, dass der Mann versucht hat, Kontakt zur Terrorgruppe Islamischer Staat (IS) aufzunehmen. Der Tatvorwurf lautet „Verdacht der Aufnahme von Beziehungen zur Begehung einer terroristischen Straftat“.
Durchsuchungen und Beweismittel
Am vergangenen Donnerstag wurden die Wohnung des Verdächtigen in Remscheid sowie die Wohnung seiner Eltern in Solingen durchsucht. Die dabei sichergestellten Beweisträger, darunter elektronische Geräte und Dokumente, werden nun von den Ermittlern ausgewertet. Die Maßnahmen erfolgten im Rahmen eines Anfangsverdachts, der sich im Laufe der Ermittlungen erhärtet oder entkräften kann.
Weitere Schritte und Unschuldsvermutung
Das Gewahrsam kann einmalig um weitere 14 Tage verlängert werden, falls die Ermittlungen dies erforderlich machen. Für den 25-Jährigen gilt weiterhin die Unschuldsvermutung. Die Generalstaatsanwaltschaft Düsseldorf betonte, dass es sich um ein laufendes Verfahren handelt, bei dem die Verdachtsmomente sorgfältig geprüft werden. Die Behörden arbeiten eng mit dem Bundeskriminalamt und anderen Sicherheitsbehörden zusammen, um mögliche Gefahren zu bewerten.
Die Razzia hatte am Donnerstag in Solingen und Remscheid stattgefunden und für Aufsehen gesorgt. Die Polizei hatte mehrere Einsatzkräfte mobilisiert, um die Durchsuchungen durchzuführen. Die Hintergründe des Falls werden weiterhin intensiv untersucht.



