Trump beschwört die „rote Gefahr“ gegen progressive Demokraten
Trump beschwört „rote Gefahr“ gegen progressive Linke

Washington. US-Präsident Donald Trump hat erneut die sogenannte „rote Gefahr“ beschworen und damit progressive Demokraten ins Visier genommen. In einer Rede im Weißen Haus erklärte Trump, dass bestimmte linke Politiker eine Gefahr für die nationale Sicherheit darstellten, da sie angeblich kommunistische Ideale verfolgten. Besonders im Fokus steht der New Yorker Bürgermeisterkandidat Zohran Mamdani, der zuletzt mit Forderungen nach bezahlbarem Wohnraum, kostenlosen Kitas und niedrigeren Gesundheitskosten aufgefallen war.

Trump inszeniert Angst vor Kommunismus

Der Präsident, der selbst immer wieder mit polarisierenden Äußerungen auffällt, bezeichnete Mamdani und andere progressive Linke als „unpatriotische Feinde Amerikas“. Sie würden nicht die Interessen des Landes, sondern eine radikale sozialistische Agenda verfolgen. Trump griff damit auf ein bekanntes Narrativ zurück, das bereits im Kalten Krieg genutzt wurde: die Darstellung politischer Gegner als kommunistische Unterwanderer. Beobachter sehen darin den Versuch, von innenpolitischen Problemen abzulenken und die eigene Basis zu mobilisieren.

Mamdani und die progressive Agenda

Zohran Mamdani, ein 34-jähriger Abgeordneter der New York State Assembly, hat sich in den vergangenen Monaten einen Namen als Verfechter sozialer Gerechtigkeit gemacht. Sein Fokus liegt auf konkreten Alltagsproblemen: explodierende Mieten in New York, unzureichende Kinderbetreuungsplätze und hohe Krankenversicherungsprämien. In einer Rede vor Anhängern betonte Mamdani, dass es nicht um Ideologie, sondern um das Überleben der Arbeiterfamilien gehe. „Wir kämpfen dafür, dass jeder Mensch in dieser Stadt ein Dach über dem Kopf und Zugang zu medizinischer Versorgung hat – das hat nichts mit Kommunismus zu tun“, sagte er.

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Trump hingegen stellt die progressive Bewegung pauschal als Bedrohung dar. Er wirft Mamdani und seinen Verbündeten vor, die amerikanischen Werte zu untergraben und die Wirtschaft zu zerstören. „Diese Leute wollen uns das nehmen, was uns als Amerikaner ausmacht: Freiheit und Wohlstand“, erklärte Trump. Experten kritisieren diese Taktik als altbekannte Angstmache, die gesellschaftliche Gräben weiter vertiefe.

Historische Parallelen

Die Angst vor dem Kommunismus hat in den USA eine lange Tradition. Bereits in den 1950er Jahren nutzte Senator Joseph McCarthy eine regelrechte Hexenjagd gegen vermeintliche Kommunisten. Trump greift diese Rhetorik nun in modifizierter Form wieder auf. Laut Dirk Hautkapp, Korrespondent in Washington, sei die Strategie klar: „Trump will progressive Kräfte als unamerikanisch brandmarken, um seine eigene Machtbasis zu stärken und von Kritik an seiner Politik abzulenken.“

Ob die Taktik aufgeht, ist fraglich. Umfragen zeigen, dass viele Amerikaner die wirtschaftlichen Forderungen der Progressiven unterstützen – insbesondere in Zeiten steigender Inflation und Wohnungsnot. Mamdani hofft, dass die Menschen hinter die Kulissen schauen und erkennen, dass es Trump nicht um nationale Sicherheit, sondern um Machterhalt geht.

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