Trump droht mit Einnahme der iranischen Öl-Insel Charg
Washington/Teheran – Im Krieg gegen den Iran kommt US-Präsident Donald Trump seit Wochen nicht voran. Nun versucht er es erneut mit einer Eskalation. Nachdem er die zweite Nacht in Folge Ziele im Iran bombardieren ließ, richtete er über seine Social-Media-Plattform „Truth Social“ Drohungen gegen das Mullah-Regime. Besonders die Ölinfrastruktur steht im Fokus. Die USA würden die Insel Charg „in nicht allzu ferner Zukunft einnehmen“, schrieb Trump. Diese kleine, aber strategisch extrem wichtige Insel beherbergt ein Terminal, über das fast der gesamte iranische Ölexport abgewickelt wird. Vor Kriegsbeginn Ende Februar liefen neun von zehn Barrel hier durch. Eine Besetzung könnte die Machthaber im Iran derart unter Druck setzen, dass sie im Gegenzug die Blockade der Straße von Hormus aufheben.
Trump vergleicht mit Venezuela
Trump ging noch weiter und drohte mit einer Übernahme weiterer Ölinfrastruktur, was letztlich zur „totalen Kontrolle über ihre Öl- und Gasmärkte“ führen würde. Er zog einen Vergleich zu Venezuela, wo US-Kräfte Machthaber Nicolás Maduro festnahmen und in die USA brachten. Trump sprach damals offen davon, das Land „zu führen“ und sein Öl zu vermarkten. Dieses Vorgehen soll nun im Iran mit wachsendem Druck angewendet werden.
Weitere Luftangriffe angekündigt
Für die Menschen im Iran und das Mullah-Regime dürfte es auch die dritte Nacht in Folge Luftangriffe der US-Armee geben. Trump schrieb auf „Truth Social“, die USA würden den Iran „heute Nacht sehr hart treffen“. Konkret erklärte er: „Die Vereinigten Staaten werden den Iran – dessen Marine, Luftwaffe, Radar- und Flugabwehrsysteme sowie alle sonstigen Verteidigungseinrichtungen mitsamt dem Großteil seiner Offensivkapazitäten bereits FUTSCH sind – heute Nacht mit aller Härte treffen.“



