Ein von US-Präsident Donald Trump unterstützter Kandidat hat die republikanische Vorwahl für das Gouverneursamt im Bundesstaat Iowa verloren. Nach ersten offiziellen Ergebnissen unterlag der Kongressabgeordnete Randy Feenstra bei der Abstimmung dem Geschäftsmann Zach Lahn mit weniger als einem Prozentpunkt Rückstand. Es ist das erste Mal in diesem Vorwahlzyklus, dass ein von Trump unterstützter Kandidat eine Niederlage einstecken musste.
Trumps Bilanz getrübt
Trump hatte Feenstra wenige Tage vor der Wahl seine "vollständige und uneingeschränkte Unterstützung" ausgesprochen. Zuvor hatte sich der US-Präsident noch damit gebrüstet, dass alle von ihm unterstützten Kandidaten in diesem Jahr bislang erfolgreich gewesen seien. Diese Serie ist nun gerissen. Dennoch wird die Vorwahlsaison insgesamt als Beleg für Trumps weiterhin starke Kontrolle über die Republikanische Partei gesehen.
Kampagne gegen abweichlerische Republikaner
Der 79-Jährige betreibt seit Beginn der Vorwahlsaison eine Kampagne gegen Parteikollegen, die er als nicht loyal genug betrachtet. Dabei unterstützt er auch Kandidaten, die für die Kongress- und Gouverneurswahlen im November als riskant gelten. So stellte sich Trump im Rennen um einen Senatssitz in Texas hinter den ultrakonservativen und in Skandale verwickelten Ken Paxton, der sich dann auch gegen den langjährigen Senator John Cornyn durchsetzte.
Trump-Gegner Massie gescheitert
Im Bundesstaat Kentucky machte Trump erfolgreich Stimmung gegen den abweichlerischen republikanischen Abgeordneten Thomas Massie. Dieser verlor daraufhin die Vorwahl für einen Sitz im Repräsentantenhaus. Massie hatte im vergangenen Jahr an einem Gesetz zur Veröffentlichung von Regierungsdokumenten im Fall des verstorbenen Sexualstraftäters Jeffrey Epstein mitgewirkt, mit dem Trump zeitweise gute Kontakte gepflegt hatte.
Iowa: Vom Swing State zum roten Staat
Iowa war lange ein zwischen Demokraten und Republikanern umkämpfter Bundesstaat, rückte seit Trumps Aufstieg im Jahr 2016 aber deutlich nach rechts. Die Demokraten hoffen, diesen Trend im November zumindest teilweise umkehren zu können. Auch sie bestimmten in Iowa nun ihre Kandidaten für die Wahl im November. Der bisherige Finanzkontrolleur des Bundesstaates, Rob Sand, tritt dann gegen den Republikaner Lahn an. Der paralympische Basketballmeister Josh Turek fordert bei der Wahl zum US-Senat die von Trump unterstützte Abgeordnete Ashley Hinson heraus.



