Trump kritisiert israelische Angriffe auf Beirut und mahnt Netanjahu
US-Präsident Donald Trump hat die israelischen Angriffe auf die libanesische Hauptstadt Beirut kritisiert. Am Rande des G7-Gipfels in Frankreich sagte Trump, er habe Israel deutlich gemacht, dass ihm das nicht gefallen habe. Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu müsse im Hinblick auf den Libanon verantwortungsvoller agieren. Trump schlug vor, dass Syrien sich um die Hisbollah-Miliz kümmern solle, falls Israel seine Aufgaben nicht ohne zivile Opfer erledigen könne. Auf die Frage, ob er von Netanjahu frustriert sei, antwortete Trump: „Nein, wir haben eine großartige Beziehung.“ Dem Iran bescheinigte der US-Präsident eine „rationale Führung“.
Iran-Abkommen geht in zweite Phase
Das Abkommen mit dem Iran tritt nach Trumps Worten in eine zweite Phase. Die USA würden jedoch kein Geld im Iran investieren, betonte Trump vor Journalisten in Frankreich. „Wir haben unsere Vereinbarung mit dem Iran getroffen, und sie sollte erfolgreich sein“, erklärte er. Die zweite Phase werde einfacher. Zugleich betonte Trump, der Iran werde niemals über eine Atombombe verfügen.
Aragtschi verknüpft Kriegsende mit Israels Abzug aus Libanon
Der iranische Außenminister Abbas Aragtschi hat ein Ende des Iran-Krieges an einen Abzug Israels aus dem Libanon geknüpft. Das Ende des Krieges beinhalte auch das Ende der israelischen Besetzung des Libanon, sagte Aragtschi dem iranischen Staatsfernsehen zufolge am Dienstag zu ausländischen Diplomaten. Sollten israelische Truppen im Südlibanon verbleiben, wäre dies ein Verstoß gegen die Rahmenvereinbarung zwischen Teheran und Washington, erklärte er.
Wadephul: Vor Hormus-Einsatz Iran-Abkommen kennen
Außenminister Johann Wadephul (CDU) fordert vor einer Entscheidung über einen Marineeinsatz in der Straße von Hormus die Kenntnis der Details der US-iranischen Vereinbarung. „Diese Absichtserklärung kennen wir noch nicht. Sie soll nach Freitag veröffentlicht werden“, sagte er im ARD-„Morgenmagazin“. Er bekräftigte die grundsätzliche Bereitschaft Deutschlands zur Minenräumung, betonte aber die Notwendigkeit klarer Voraussetzungen und völkerrechtlicher Grundlagen.
Vance: Iran lässt Atominspektoren wieder ins Land
US-Vizepräsident JD Vance erklärte, der Iran werde als Teil des Rahmenabkommens wieder Atominspektoren ins Land lassen. Ein Kernpunkt sei die Unterstützung der IAEA und der USA bei der Vernichtung von hochangereichertem Uran. Der Text der Absichtserklärung werde nach der Unterzeichnung am Freitag veröffentlicht. Ein Starttermin für Inspektionen könne ebenfalls am Freitag vereinbart werden.
Teheran: Iranische Schiffe passieren US-Blockade
Nach der Einigung zwischen den USA und dem Iran haben ersten iranischen Schiffe das von der US-Seeblockade betroffene Gebiet im Golf von Oman durchquert, wie staatliche Medien berichten. Mindestens drei Öltanker und zwei Frachtschiffe passierten die Zone am Montagabend ohne Zwischenfälle.
Vance: Iran-Abkommen ist eineinhalb Seiten lang und „sehr allgemein“
US-Vizepräsident JD Vance beschrieb das Abkommen mit dem Iran als „ein sehr allgemeines Dokument“ von etwa eineinhalb Seiten Länge. Viele Themen müssten erst in technischen Verhandlungen geklärt werden. Dies erinnere an frühere Abkommen wie das Gaza-Waffenstillstandsabkommen, bei dem wichtige Punkte wie die Entwaffnung der Hamas offen blieben.
Hisbollah greift israelische Soldaten im Südlibanon an
Das israelische Militär fing nach eigenen Angaben zahlreiche von der Hisbollah abgefeuerte Raketen im Südlibanon ab. Die Hisbollah feuerte zudem Panzerabwehrraketen und Mörsergranaten auf israelische Soldaten. Die Kämpfe dauern an.
Wadephul: Minenräumung nur bei klaren Voraussetzungen
Außenminister Wadephul sieht eine deutsche Beteiligung an der Minenräumung in der Straße von Hormus an Bedingungen geknüpft. Es müsse klar sein, dass keine Kampfhandlungen stattfinden und beide Seiten die Räumung wünschen. Dann seien rechtliche Grundlagen und ein Bundestagsmandat nötig. „Zum jetzigen Zeitpunkt fehlen mir noch die Voraussetzungen“, so Wadephul.
Netanjahu: Israel bleibt vorerst in Sicherheitszone im Libanon
Ministerpräsident Benjamin Netanjahu erklärte, Israel behalte sich jede Freiheit zur Abwehr von Gefahren vor und lasse seine Truppen vorerst in der Sicherheitszone im Libanon. Man werde so lange wie nötig bleiben. Mit Blick auf das Iran-Abkommen betonte Netanjahu, der Iran werde keine Atomwaffen erhalten. Er räumte ein, dass er und Trump nicht immer einer Meinung seien.
UN: Weniger Beschuss im Libanon seit Iran-Einigung
Nach der Einigung zwischen den USA und dem Iran ließ die Gewalt im Libanon zunächst nach. Die UN-Mission Unifil verzeichnete einen Rückgang der Gewalt und des Schusswechsels. Von Mitternacht bis 16 Uhr Ortszeit wurden 133 Geschosse und zwei Luftangriffe israelischer Streitkräfte registriert, aber keine Geschosse der Hisbollah.
USA: Libanon-Abzug Israels keine Bedingung für Iran-Pakt
Ein hoher US-Regierungsvertreter betonte, dass ein Abzug Israels aus dem Libanon keine Bedingung für das Abkommen zwischen den USA und dem Iran sei. Israel habe weiterhin das Recht, sich gegen Angriffe der Hisbollah zu verteidigen. Die USA fordern vom Iran überprüfbare Schritte zur Sanktionslockerung.
USA und Iran unterzeichnen Absichtserklärung für Kriegsende
Die USA und der Iran haben die Grundsatzeinigung zur Beendigung ihres Krieges unterzeichnet, wie Trump bei einem Treffen mit Macron mitteilte. Die Straße von Hormus sei teilweise geöffnet und werde am Freitag komplett geöffnet. Vance bestätigte die digitale Unterzeichnung durch Trump, Vance und den iranischen Parlamentspräsidenten Ghalibaf. Trump ließ offen, ob er zur persönlichen Unterzeichnung in Genf anreist.
Vance: US-Truppen bei Kontrolle iranischer Nuklearbestände möglich
US-Vizepräsident Vance schloss einen Einsatz amerikanischer Streitkräfte zur Durchsetzung des Atomabkommens nicht aus. Die USA wollten sicherstellen, dass iranische Bestände hochangereicherten Urans vernichtet werden. Die Rolle der USA werde in technischen Gesprächen am Freitag geklärt.
Ein Toter im Südlibanon
Bei einem israelischen Drohnenangriff auf ein Auto im Süden des Libanon wurde der Fahrer getötet. Es ist der erste gemeldete tödliche Angriff seit der Grundsatzeinigung zwischen den USA und dem Iran.
Von der Leyen: Kein einfaches Ende der Iran-Sanktionen
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen betonte, die EU werde Sanktionen gegen den Iran nicht ohne konkrete Gegenleistungen lockern. Man müsse echte Veränderungen vor Ort sehen, bevor über eine Aufhebung nachgedacht werden könne.
Kabinett könnte Bundeswehrmandat beschließen
Die Bundesregierung peilt nach Reuters-Informationen an, in der kommenden Woche einen Kabinettsbeschluss für einen Bundeswehreinsatz in der Straße von Hormus zu fassen. Danach könnte der Bundestag ein Mandat für Minenjagdboote erteilen. Voraussetzung ist die Umsetzung der US-iranischen Einigung.
Merz lobt „diplomatischen Durchbruch“
Bundeskanzler Friedrich Merz lobte die diplomatische Annäherung zwischen Iran und USA und hofft auf eine Erholung der Weltwirtschaft. Die Straße von Hormus müsse dauerhaft geöffnet werden. Deutschland werde sich mit der Marine beteiligen, wenn finale Vereinbarungen stehen. Die Vereinbarung müsse auch im Libanon halten.
Trump: Öltanker verlassen Straße von Hormus
Trump schrieb auf Truth Social, zahlreiche Schiffe, darunter viele Öltanker, verließen die Straße von Hormus auf der südlichen Route, die absolut sicher und geschützt sei. Die Meerenge solle erst nach der formellen Unterzeichnung am Freitag vollständig geöffnet werden.
Vance hofft auf Text für Iran-Abkommen in dieser Woche
Vance hofft, dass der Vertragstext noch in dieser Woche veröffentlicht wird. Die Straße von Hormus solle langfristig ohne Transitgebühr offen bleiben. Washington und Teheran sprächen direkt. Vance betonte, dass kein amerikanisches Geld an den Iran fließen werde.
Hisbollah begrüßt Vereinbarung zwischen USA und Iran
Die Hisbollah begrüßte die Absichtserklärung und erklärte, das Abkommen habe zu einer umfassenden Waffenruhe an allen Fronten geführt, einschließlich des Libanons. Sie warnte Israel vor Angriffen auf die libanesische Souveränität. Seit Bekanntgabe des Abkommens habe die Hisbollah keine Einsätze mehr gegen Israel ausgeführt.
Iran: Libanon ist integraler Bestandteil eines Abkommens
Der Iran betrachtet den Libanon als integralen Bestandteil des Abkommens. Im Entwurf werde der Libanon dreimal erwähnt, sagte der Sprecher des Außenministeriums. Es fordere ein Ende des Krieges an allen Fronten und die Achtung der Souveränität des Libanons.
DIHK fordert verlässliche Handelsrouten
Die DIHK sieht in der Einigung die Chance auf eine baldige Öffnung der Straße von Hormus. Für die Wirtschaft sei eine rasche, sichere und verlässliche Passage ohne Einschränkungen wie Gebühren entscheidend. Europa solle sich für offene Handelsrouten einsetzen.
Macron: Flugzeugträger Richtung Hormus möglich
Frankreichs Präsident Macron kündigte an, der Flugzeugträger Charles de Gaulle könne innerhalb von zwei bis drei Tagen in der Straße von Hormus eingesetzt werden, sofern sich die US-iranische Vereinbarung bestätige. Frankreich sei bereit, Flugzeuge, eine Fregatte und Minensuchboote zu entsenden.
Berichte: Iran könnte Hormus-Gebühren verlangen
Medienberichten zufolge könnte der Iran nach einer 60-tägigen Übergangsfrist Gebühren für die Durchfahrt der Straße von Hormus verlangen. Eine offizielle Bestätigung gab es nicht. Solche Gebühren würden gegen internationales Seerecht verstoßen; die Berichte könnten zur Besänftigung von Hardlinern dienen.



