Trump trifft Selenskyj und Netanyahu bei Grahams Trauerfeier
Trump trifft Selenskyj und Netanyahu bei Grahams Trauerfeier

Am Rande der Trauerfeier für den verstorbenen US-Senator Lindsey Graham hat Präsident Donald Trump sowohl den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj als auch den israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanyahu getroffen. Die Begegnungen fanden am 28. Juli 2026 im Weißen Haus statt und wurden von beiden Seiten als konstruktiv bewertet.

Netanyahu: Treffen mit Trump war „exzellent“

Für Netanyahu war es das erste persönliche Gespräch mit Trump seit Beginn des Irankriegs. In einer Videobotschaft nach dem rund 90-minütigen Treffen lobte er: „Es war eines der besten Gespräche, die ich je mit dem Präsidenten der Vereinigten Staaten, unserem Freund Donald Trump, geführt habe.“ Er bezeichnete das Treffen als „exzellent“ und betonte, beide hätten das gemeinsame Ziel, sicherzustellen, dass Iran keine Atomwaffen entwickle.

Zuvor hatten Berichte über Differenzen im Irankrieg für Spannungen gesorgt. Während Israel auf eine Fortsetzung des Krieges drängte, favorisierte Trump eine diplomatische Lösung. Im Vorfeld des Treffens hatte Trump in einem Interview mit Fox News angedeutet, Netanyahu versuche, ihn davon zu überzeugen, sich nicht vom Konflikt abzuwenden. Berichten zufolge wollte Netanyahu Geheimdienstinformationen über mutmaßliche iranische Nuklearaktivitäten am Standort „Pickaxe Mountain“ vorlegen.

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Selenskyj dankt für „gutes Treffen“

Vor dem Treffen mit Netanyahu war der ukrainische Staatschef Wolodymyr Selenskyj bei Trump zu Gast. In einer Mitteilung auf sozialen Medien dankte er dem US-Präsidenten für das „gute Treffen“ und die Unterstützung der republikanischen Regierung im anhaltenden Krieg gegen Russland. „Der Präsident und ich haben über Lizenzen für die Produktion der Patriot-Abfangraketen und einige andere Ideen gesprochen, die helfen könnten“, schrieb Selenskyj. Zudem habe er Trump sein Beileid zum Tod von Senator Graham ausgesprochen. „Wir haben auch über Diplomatie gesprochen – es ist wichtig, dass der diplomatische Prozess wiederbelebt wird.“

Grahams Vermächtnis: Sanktionspaket gegen Russland

Im US-Senat war seit Langem über ein neues Sanktionspaket gegen Russland verhandelt worden, das der verstorbene Senator Graham maßgeblich vorangetrieben hatte. Am Dienstag erzielten Senatoren beider Parteien eine Einigung. Das Gesetz soll den Namen Grahams tragen und setzt vor allem bei Erdgas- und Ölexporten an – einer zentralen Geldquelle für den russischen Staat zur Finanzierung des Ukraine-Kriegs. Es ermächtigt den Präsidenten, die fünf größten Käufer russischer Energieträger sowie die fünf Länder zu sanktionieren, die Russland am stärksten bei der Umgehung von Energiesanktionen helfen. Dies könnte die Handelsbeziehungen zu China und Indien, wichtige Abnehmer von russischem Erdöl, weiter belasten.

Trumps Sprecherin bestätigt positive Gespräche

Trumps Sprecherin Karoline Leavitt erklärte auf der Plattform X knapp: „Beide Treffen verliefen positiv und produktiv!“ Damit wurden die freundlichen Äußerungen der beiden Staatsführer bestätigt. Die Begegnungen fanden am Rande der Trauerfeier für Lindsey Graham statt, der am 25. Juli 2026 verstorben war. Graham, ein enger Verbündeter Trumps, war bekannt für seine harte Haltung gegenüber Russland und Iran.

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