Trump: USA haben Iran „letzte Nacht hart getroffen“ – Straße von Hormus offen
Trump: USA haben Iran „letzte Nacht hart getroffen“

Trumps Aussagen zu den jüngsten Angriffen

US-Präsident Donald Trump hat erklärt, die amerikanischen Streitkräfte hätten dem Iran in der vergangenen Nacht einen schweren Schlag versetzt. „Wir haben sie letzte Nacht hart getroffen“, sagte Trump in einem Interview mit dem US-Sender CNN. Er behauptete zudem, der Iran habe am Samstag kurz vor einem Abkommen gestanden. „Sie waren dabei, alles aufzugeben, und dann plötzlich, zwei Stunden später, trafen sie ein Schiff mit einer Drohne“, so Trump weiter. „Diese Leute, mit denen ist etwas faul.“

Straße von Hormus: Offen oder geschlossen?

In einem Interview mit NBC erklärte Trump, die strategisch wichtige Straße von Hormus sei entgegen iranischer Darstellungen für den Schiffsverkehr offen. „Sie ist offen“, betonte der Präsident. Auch das US-Regionalkommando Centcom stellte in einem Beitrag auf X klar, dass die für den Handel bedeutende Meerenge eine internationale Wasserstraße bleibe, die der Iran nicht kontrolliere. Die Iranischen Revolutionsgarden (IRGC) hatten hingegen in der Nacht mitgeteilt, die Meerenge sei bis auf weiteres und bis zum Ende der US-amerikanischen Eingriffe in der Region geschlossen. Die Durchfahrt sei verboten. Zuvor hatte die Marine der IRGC nach eigenen Angaben Warnschüsse auf ein Schiff abgegeben, das eine nicht genehmigte Route befahren haben soll. Später griffen sie nach eigenen Angaben ein zweites Schiff wegen angeblicher Verstöße gegen die Vorschriften in der Meerenge an.

Dritte Angriffswelle der USA

Die USA bombardierten daraufhin rund 140 iranische Militärziele entlang der Südküste, darunter Raketen- und Drohnenstellungen sowie Munitionsdepots. Es war die dritte Angriffswelle binnen einer Woche. US-Verteidigungsminister Pete Hegseth sagte: „Der Iran hat eine schlechte Entscheidung getroffen. Jetzt muss er dafür bezahlen.“ Iranische Medien berichteten über Explosionen in mehreren Städten im Süden des Landes sowie auf der Insel Keschm und in der Provinz Chusestan. Bei einem Angriff auf die Hafenstadt Dschask sei ein Marinesoldat getötet worden, wie iranische Medien meldeten.

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Iranische Vergeltungsschläge

Der Iran schlug mit Raketen und Drohnen auf Ziele in Jordanien, Kuwait, Bahrain und den Vereinigten Arabischen Emiraten zurück. Nach eigenen Angaben wurden auch Logistik-Stützpunkte der US-Armee im Oman angegriffen. In Katars Hauptstadt Doha waren Explosionen zu hören, wie Journalisten der Nachrichtenagentur AFP berichteten. Sie beobachteten Abfangmanöver über Doha. Das katarische Außenministerium verurteilte die iranischen Angriffe als „gefährliche Eskalation“. Auch in Kuwait war nach Armeeangaben die Luftabwehr im Einsatz, um „feindliche Angriffe“ abzuwehren. Die Vereinigten Arabischen Emirate wehrten nach eigenen Angaben ebenfalls Raketenangriffe ab. Auch in Bahrain ertönte Luftalarm. In Jordanien schlugen drei iranische Raketen ein, dabei wurde niemand verletzt.

Hintergrund der Eskalation

Vertreter aus Washington und Teheran hatten sich Mitte Juni auf ein Rahmenabkommen geeinigt, das den Weg für ein dauerhaftes Ende des Kriegs ebnen sollte. Darin war vereinbart worden, innerhalb von 60 Tagen einen endgültigen Deal auszuhandeln. Es beinhaltet auch die Forderung nach einer Öffnung der Straße von Hormus. Der Golfstaat Oman, der in dem Konflikt vermittelt, legte einen Vorschlag zur gebührenfreien Durchfahrt der Straße von Hormus vor. Gespräche am Samstag in der omanischen Hauptstadt Maskat endeten zunächst ohne Durchbruch. Bereits in der Nacht zum Mittwoch hatten die USA wieder mit massiven Angriffen auf den Iran begonnen. Trump erklärte zudem die mit dem Iran vereinbarte Feuerpause für beendet. Auslöser waren Angriffe auf Schiffe, die Washington Teheran zuschreibt. Die Streitkräfte des Iran griffen daraufhin wieder US-Stützpunkte in der Region an. Am Freitag hatte Trump trotz der verschärften Spannungen mit dem Iran erklärt, dass die Verhandlungen mit Teheran fortgesetzt werden sollten.

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Morddrohungen und Vergeltungsansprüche

Trump drohte dem Iran zudem für den Fall eines auf ihn verübten Mordanschlags mit der „vollständigen“ Vernichtung. US-Medien hatten am Freitag berichtet, dass der israelische Geheimdienst Washington über einen neuen „konkreten“ iranischen Plan zur Ermordung Trumps informiert habe. Modschtaba Chamenei erklärte wiederum, die Vergeltung für die Tötung seines Vaters sei „der Wille unserer Nation und muss unweigerlich vollzogen werden“. Ali Chamenei war zu Beginn des Kriegs Ende Februar bei einem Luftangriff gestorben.