Trump will iranische Gelder für Schäden an Schiffen nutzen
Trump will iranische Gelder für Schäden an Schiffen nutzen

US-Präsident Donald Trump hat angekündigt, dass Schäden an Schiffen und Frachtgut in der Straße von Hormus künftig mit iranischem Geld beglichen werden, das von den USA kontrolliert wird. Auf seiner Plattform Truth Social schrieb Trump von einer „fairen und gerechten Vorgehensweise“, selbst wenn die Entschädigungen erheblich sein könnten. Er bezog sich damit offenbar auf eingefrorene iranische Vermögenswerte, ließ jedoch offen, wie dies rechtlich begründet werden soll.

Hintergrund: Eskalation im Irankrieg

Der Irankrieg war Anfang des Monats erneut eskaliert, nachdem Irans Streitkräfte Handelsschiffe in der Straße von Hormus beschossen hatten. Trump nannte die für den globalen Ölhandel wichtige Meerenge in seinem Beitrag nicht explizit. Seit Tagen greift das US-Militär Ziele in Iran an, um weitere Attacken auf Handelsschiffe und Seeleute zu verhindern. In der 13. Nacht in Folge starteten die USA eine neue Angriffswelle, die um 18.45 Uhr US-Ostküstenzeit (2.15 Uhr Ortszeit in Iran) begann, wie das für die Region zuständige US-Kommando Centcom auf X mitteilte.

Kuwait wehrt Raketen und Drohnen ab

Die Streitkräfte in Kuwait wehren nach eigenen Angaben erneut Raketen und Drohnen aus Iran ab. Explosionsgeräusche seien auf das Abfangen dieser Geschosse zurückzuführen, hieß es in einer Mitteilung auf X. Die Bevölkerung wurde aufgefordert, Sicherheits- und Schutzanweisungen zu befolgen. Die iranische Nachrichtenagentur Tasnim, die den Revolutionswächter nahesteht, meldete, Ziel sei ein Militärstützpunkt gewesen, der auch von der US-Luftwaffe genutzt werde. Diese Angaben ließen sich nicht unabhängig überprüfen.

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Golfstaaten verurteilen iranische Angriffe

Kuwait gehört zu den Staaten am Golf, die zuletzt besonders von iranischen Gegenangriffen betroffen waren. Die Länder des Golfkooperationsrats sowie Jordanien verurteilten die iranischen Angriffe in einer gemeinsamen Mitteilung vom Donnerstag. Diese richteten sich auch gegen Bürger und zivile Infrastruktur wie Wasserentsalzungsanlagen oder Flughäfen. Der Golfkooperationsrat besteht aus Bahrain, Katar, Kuwait, Oman, Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten.

Straße von Hormus geschlossen – Alternativrouten

Iran hat die Straße von Hormus erneut geschlossen. Viele Golfstaaten arbeiten deshalb an Alternativrouten, um die Abhängigkeit von dieser strategisch wichtigen Wasserstraße zu verringern. Die anhaltenden Spannungen und die militärischen Auseinandersetzungen belasten die Region weiterhin schwer.

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