Geheimdokumente aus dem Umfeld von Donald Trump enthüllen eine brisante Streichliste für die NATO. Der ehemalige US-Präsident plant offenbar, im Falle einer erneuten Amtszeit die militärische Unterstützung für mehrere Bündnispartner drastisch zu kürzen oder ganz einzustellen. Dies würde das gesamte europäische Sicherheitsgefüge erschüttern.
Welche Länder sind betroffen?
Laut den geleakten Papieren sollen vor allem jene NATO-Mitglieder ins Visier genommen werden, die ihre Verteidigungsausgaben nicht auf das geforderte Ziel von zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts steigern. Dazu zählen unter anderem Deutschland, Italien und Spanien. Aber auch kleinere Bündnispartner wie Belgien oder die Niederlande könnten von Kürzungen betroffen sein.
Die Folgen für Europa
Sollte Trump seine Pläne umsetzen, stünde Europa vor einem Sicherheitsdesaster. Die USA sind der mit Abstand größte Geldgeber und stellen die meisten Truppen für die NATO. Ein Rückzug würde nicht nur die Verteidigungsfähigkeit des Bündnisses schwächen, sondern auch Russland in die Hände spielen. „Ein solcher Schritt wäre ein gefundenes Fressen für Putin“, warnt ein hochrangiger NATO-Diplomat.
Reaktionen aus Berlin und Brüssel
Die Bundesregierung zeigt sich alarmiert. „Wir nehmen diese Enthüllungen sehr ernst“, erklärte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums. Man setze weiterhin auf eine enge transatlantische Zusammenarbeit, müsse sich aber auch auf mögliche Szenarien vorbereiten. In Brüssel wird bereits hinter den Kulissen über Notfallpläne diskutiert.
Die EU-Kommission betont die Notwendigkeit, mehr Eigenverantwortung zu übernehmen. „Europa muss in der Lage sein, seine Sicherheit selbst zu gewährleisten“, sagte ein Kommissionssprecher. Doch bis dahin ist es ein weiter Weg. Die Streichliste zeigt, wie verletzlich das Bündnis von der Politik eines einzelnen Mannes abhängt.
Trumps Strategie: „America First“
Die Enthüllungen passen ins Bild von Trumps „America First“-Doktrin. Bereits während seiner ersten Amtszeit hatte er mehrfach mit einem Austritt aus der NATO gedroht, falls die Bündnispartner nicht mehr zahlen. Die Streichliste wäre ein erster Schritt in diese Richtung, ohne den Vertrag formal zu kündigen. Experten sehen darin eine gefährliche Erosion des Bündnisses.
Historische Parallelen
Schon in der Vergangenheit gab es Phasen, in denen die USA ihre Rolle in der NATO infrage stellten. Doch nie zuvor wurde so konkret geplant, die Unterstützung für bestimmte Länder zu streichen. Die aktuelle Situation erinnert an die Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg, als die USA sich isolierten – mit verheerenden Folgen für Europa.
Die Enthüllungen kommen zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt. Die Spannungen mit Russland sind hoch, der Krieg in der Ukraine tobt. Eine geschwächte NATO würde Moskau ermutigen, weiteres Territorium zu erobern. „Putin wartet nur darauf, dass das Bündnis Risse bekommt“, warnt ein Sicherheitsexperte.
Was bedeutet das für Deutschland?
Deutschland als größte Volkswirtschaft Europas müsste im Ernstfall massiv aufrüsten, um die Lücke zu füllen. Die Bundeswehr ist jedoch chronisch unterfinanziert und mit Altlasten aus der Vergangenheit belastet. Zwar hat die Ampelkoalition ein Sondervermögen von 100 Milliarden Euro beschlossen, doch bis die Truppen einsatzbereit sind, vergehen Jahre.
Hinzu kommt die politische Dimension: Ohne die USA fehlt Europa der nukleare Schutzschirm. Frankreich und Großbritannien besitzen zwar Atomwaffen, doch deren Reichweite und Anzahl sind begrenzt. Deutschland müsste sich also entweder unter den Schutz einer europäischen Atommacht stellen oder eigene nukleare Fähigkeiten entwickeln – ein Tabu aus historischen Gründen.
Die Reaktion der NATO
Die NATO selbst hält sich bedeckt. Offiziell heißt es, man kommentiere keine internen Dokumente. Hinter vorgehaltener Hand räumen Diplomaten jedoch ein, dass die Enthüllungen die Glaubwürdigkeit des Bündnisses untergraben. „Jeder weiß, dass Trump unberechenbar ist. Aber solche konkreten Pläne sind neu“, sagt ein NATO-Beamter.
Die Allianz arbeitet bereits an Konzepten, um die Abhängigkeit von den USA zu verringern. Dazu gehören eine stärkere europäische Säule innerhalb der NATO und der Ausbau der EU-Verteidigungszusammenarbeit. Doch diese Prozesse sind langwierig und stoßen auf Widerstand, vor allem aus den USA selbst.
Fazit: Europa muss handeln
Die Enthüllung der Streichliste ist ein Weckruf für Europa. Lange hat man sich auf den Schutz durch die USA verlassen, doch diese Zeiten könnten bald vorbei sein. Es ist an der Zeit, dass die Europäer mehr Verantwortung für ihre eigene Sicherheit übernehmen. Dazu gehören höhere Verteidigungsausgaben, eine bessere Koordination und der Aufbau eigener militärischer Fähigkeiten.
Die Zukunft der NATO hängt nicht allein von Washington ab. Europa hat es in der Hand, das Bündnis zu stärken – oder unter den Folgen von Trumps Streichliste zu zerbrechen. Die Weichen werden jetzt gestellt.



