UN fordert Evakuierung von 6000 Seeleuten an der Straße von Hormus
UN fordert Evakuierung von 6000 Seeleuten

Die Vereinten Nationen haben die sofortige Evakuierung von rund 6000 Seeleuten gefordert, die auf blockierten Schiffen an der strategisch wichtigen Straße von Hormus festsitzen. Eine Sprecherin von UN-Menschenrechtskommissar Volker Türk erklärte am Freitag in Genf: „Die Konfliktparteien sollten dringend darauf hinwirken, den sicheren Transit für die festgesetzten Seeleute zu ermöglichen.“ Die Seeleute müssten in Sicherheit von Bord gehen können. Zudem solle die Lieferung lebenswichtiger Güter durch die Meerenge sichergestellt werden.

Hintergrund der Blockade

Die Straße von Hormus, die den Persischen Golf mit dem Golf von Oman verbindet, ist eine der wichtigsten Handelsrouten der Welt, insbesondere für den Transport von Öl und Flüssiggas. Nach Angaben der US-Armee hat der Iran in den vergangenen drei Monaten mehr als 30 Handelsschiffe in der Meerenge angegriffen. Die Kontrolle über diese Wasserstraße ist ein zentraler Streitpunkt zwischen Washington und Teheran.

Nach einer kurzfristigen Entspannung im Iran-Krieg hatte der Iran die Meerenge de facto wieder geschlossen. Die USA verhängten im Gegenzug erneut eine Blockade iranischer Häfen. Diese gegenseitigen Blockaden haben zu einer gefährlichen Lage für die internationale Schifffahrt geführt.

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Humanitäre Krise auf See

Die rund 6000 Seeleute befinden sich auf Schiffen, die seit Wochen festliegen. Die UN befürchten eine humanitäre Krise, da die Versorgung mit Nahrung, Wasser und medizinischer Hilfe nicht gewährleistet ist. Die Sprecherin appellierte an alle beteiligten Parteien, den sicheren Abtransport der Besatzungen zu ermöglichen. „Es geht um Menschenleben“, betonte sie.

Die internationale Gemeinschaft beobachtet die Entwicklung mit Sorge. Die Straße von Hormus gilt als Nadelöhr für den globalen Ölhandel. Eine anhaltende Blockade könnte die Weltwirtschaft schwer belasten.

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