US-Armee setzt Tierärzte zur Behandlung von Soldaten an der Front ein
US-Armee: Tierärzte sollen Soldaten behandeln

Die US-Armee hat ein ungewöhnliches Vorhaben angekündigt: Künftig sollen Tierärzte verstärkt in die medizinische Versorgung von Soldaten an der Front eingebunden werden. Wie die amerikanische Militärzeitschrift „Army Times“ berichtet, planen die Streitkräfte, Veterinärmediziner gemeinsam mit Humanmedizinern auszubilden und einzusetzen. Hintergrund ist die überraschende anatomische Ähnlichkeit zwischen Mensch und Hund, die eine Übertragung von Behandlungsmethoden ermöglicht.

Gemeinsame Ausbildung und Einsatz

Sanitäter- und Veterinäreinheiten werden künftig Seite an Seite trainieren und im Ernstfall zusammenarbeiten. Ziel ist es, logistische Engpässe bei groß angelegten Kampfoperationen zu vermeiden. Die Maßnahme dient der Vorbereitung auf mögliche Konflikte mit hohen Verletzungsraten, insbesondere im Indopazifik-Raum. Auf einer Militärmesse auf Hawaii präsentierte das 18. Theater Medical Command ein Zelt, das nahe der Frontlinie chirurgische und lebenserhaltende Maßnahmen übernimmt. Dabei lag ein realistisches Trainingsmodell eines Hundes auf dem Behandlungstisch.

Ähnlichkeiten in der Behandlung

Der beteiligte Tierarzt Captain John Hutchison erklärte laut „Army Times“: „Der einzige Unterschied ist der anatomische Unterschied zwischen uns und einem Hund. Die Behandlungsprinzipien und die Ausrüstung sind jedoch gleich.“ Selbst die verwendeten Medikamente unterschieden sich nur in der Dosierung. Dadurch könnten Humanmediziner Hunde behandeln oder Tierärzte bei Operationen an menschlichen Patienten assistieren. Ein digitales System für Patientenakten soll den Fachkräften helfen, die richtigen Dosierungen für Mensch und Tier zu ermitteln.

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In Deutschland ist die Behandlung von Menschen durch Tierärzte hingegen nicht erlaubt. Die US-Armee geht mit diesem Schritt neue Wege, um die medizinische Versorgung an der Front zu optimieren.

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